Sex in the Society: Immer mehr Frauen entdecken ihre pornographische Ader


©Ziller- Immer mehr Frauen schreiben Bücher über ihr Sexleben

Porno-Alarm im Bücherregal. Immer mehr Frauen schreiben „Sexromane“ und schmücken ihre Schmöker mit reichlich pornographischem Vokabular. Blümchensex adieu! Vorbei sind die Zeiten, in denen Männer am Stammtisch alleine übers „Ficken“ und „Bumsen“ geredet haben, würde Sexpertin Désirée Nick („Liebling, ich komm später“) vielleicht sagen, die Frau von heute weiß, wo der Hammer hängt und begreift das öffentliche Lippenbekenntnis zu Intimrasur, Analverkehr und Hämorrhoiden (Charlotte Roche) als längst notwendigen Schritt zur weiblichen Emanzipation.

Foto: Ullstein-Verlag - Giulia Siegel nimmt in ihrem neuen Buch kein Blatt vor den Mund.

Nach Porno-Rapperin Lady Bitch Ray (die sich mittlerweile kurieren lässt und das „Votzensport-Workout“ erfand), Charlotte Roches Bestseller-Roman „Feuchtgebiete“ ( Sie braucht nie wieder arbeiten, hat Millionen verdient und „will mit Analverkehr nichts mehr zu tun haben“), springt nun auch Giulia Siegel ( „Make her crazy„, Zitat: „Da hatte ich die Zunge auf der Klit und seinen Finger im Po“) mit ihrem neuen Buch in die feuchtfröhlich-literarische „Bumsrunde“ und heizt die deutschen Feucht-Charts an. Freibier für alle, freier Sex und hemmungslose Emanzipation, das hat schon die 68er-Bewegung gefordert. Ihre Pflaumen scheinen nun reif zu sein. Wenn Frauen über Sex reden und Fäkalsprache benutzen, dann waren sie bisher immer „Schlampen“ oder „Dorfmatratzen“ beschweren sich emanzipierte Frauen empört. Wenn Frauen also offen über Sex sprechen oder schreiben, dann muss das nicht immer romantisch und mit Rosenwasser sein, da dürfen auch mal Wörter wie „Schwanz“ oder „Ficken“ benutzt werden, ohne dass das unanständig sein muss. Bisher war genau das ein gesellschaftliches Tabuthema.

Ein stetig wachsendes Grüppchen von Frauen aus Gesellschaft und Politik steigt nun entschlossen auf die Barrikaden und fordert: „Sex and the City“ und Fäkalsprache auch für Frauen! Die sexuelle Provokation als notwendige Reaktion auf die sexuelle Emanzipation der Frau. Gabriele Pauli ( „Freie Union“-Gründerin und Miss Ex-CSU) im Latex-Kostüm, wirbelte die verkorkste Biedermeier-Politik im konservativen Bayern kräftig durcheinander und war damit Ausdruck eines neuen Selbstverständlichkeitsgefühls der „Sex and the City“-Generation im Zeichen des weiblichen Venushügels. Dieses neue weibliche Selbstverständnis von öffentlich ausgelebter Erotik und Sexualität läutet das Ende eines langen Zeitalters von patriarchischen Phalluskulten ein, die bis heute ihren prägenden und gestaltenden Einfluss auf die Gesellschaft ausübten. „Deswegen müssen wir den Sex zurück erobern! Das ist etwas, was uns gehört!“, so zB Autorin Ariadne von Schirach („Der Tanz um die Lust“). Die Frau von heute nimmt die Sache gerne selbst in die Hand, daran muss Mann sich erst noch gewöhnen.

Höschen runter und wild trieben es die alten Römer
Schon die Römer sollen es wild getrieben haben und deshalb setzt jetzt auch noch Alexandra Kamp („Isch kandidiere“) mit einem erotischen Erlebnis-Hörbuch nach („Sexus“ versaute Texte von Henry Miller und Anleitungen für heiße Wachsspielchen etc.). Ob es so heiß wird, wie mit der 18-jährigen Walddorfschülerin Rebecca Martin? („Klar, manchmal ist Sex auch romantisch„; Autorin des vielsagenden Buchtitels „Frühling und so“). Man darf gespannt sein, wer als nächstes sein Höschen auszieht, um unsere Bücherregale und Nachttischschubladen zu bereichern. Der Leserschaft gefällt es offenbar und Psychologen vermuten wohl nicht zu Unrecht, dass hier der empfindliche Nerv unserer voyeuristischen  Gesellschaft getroffen wird, denn: Wir wollen einfach wissen, wie es die anderen treiben!

Pünktlich zur Sexmesse „Venus“ am 15. Oktober 2009 in Berlin soll jetzt auch noch der Sex-Ratgeber „VerNADDELt“ (Nadja Abd El Farrag) erscheinen. Trösten wir uns vorerst einfach damit, dass der berühmteste Pornograph der Literaturgeschichte Marquis de Sade war und der Playboy immer noch in Hugh Hefners Händen ist. Und sein wir doch mal ehrlich: Wie himmlisch und utopisch wäre dieser Planet, wenn wir es einfach alle hemmungslos miteinander … naja, Sie wissen schon.
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie einfach Ihren Gynäkologen od. Urologen.

(asd/gk)

4 Antworten zu Sex in the Society: Immer mehr Frauen entdecken ihre pornographische Ader

  1. […] Sex in the Society: Immer mehr Frauen entdecken ihre … […]

  2. Wolfgang sagt:

    Das klingt mir nach feinstem Pflaumenschmaus auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober🙂

  3. sodea sagt:

    Frau:. Ich Ihnen schreibe, weiß ich nicht, wie ich an diese Adresse bekommen
    Ich mochte die Frau aus Deutschland nach Acclaim uns für jede große Shii für ältere, ich möchte keine von ihnen Shii überhaupt. Ich weiß nicht, was mir passiert Ich sende ihnen Nachrichten überschritten die 2000 Schreiben nicht reagiert. Probability Ich gab ihr Mühe. Sorry seine viel Glauben Sie mir, will nicht die Shii. Shii einzige mir keine Mühe zu vergeben hat, die von ihnen verursacht worden war. Aufgrund der tollen Liebe, die ich nicht kann ich aufhören zu denken

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