„District 9“: UFOs in Afrika und außerirdische Shrimps als Delikatesse


©Sony Pictures

Mit „District 9“ ist in den deutschen Kinos ein technisch ausgereifter Film gestartet. Fans von Action-Movies kommen ebenso auf ihre Kosten, wie Liebhaber tiefsinniger und kontroverser Filmstoffe. Der tiefsinnige Aspekt von „District 9“, dem die Kritiker das Spielen mit rassistischen Stereotypen vorwerfen, scheint bei genauerem Hinsehen nur eine deutliche Botschaft zu enthalten: Egal ob Schwarz oder Weiß, die menschliche Rasse zeigt sich ihrem Wesen nach für den außerirdischen Besucher abartig und primitiv. Die Krone der biblischen Schöpfung ist in „District 9“ mehr Fratze als Mensch. Aber auch die technisch hochentwickelten Außerirdischen entwickeln in „District 9“ in ihrer Not Verhaltensweisen, die mehr an primitive Tiere als an hochentwickelte Aliens erinnern.

©Sony Pictures - "Shrimps" als Zielschiebe

Vor über 20 Jahren strandeten die außerirdischen Besucher mit ihrem Mutterschiff in Johannisburg. Durch einen Defekt ist das riesige Raumschiff anscheinend nicht mehr manövrierfähig und schwebt regungslos über der afrikanischen Stadt. Die Außerirdischen, die wie riesige „Shrimps“ auf zwei Beinen aussehen, scheinen orientierungs- und hilflos. Die menschlichen Wissenschaftler vermuten als Hintergrund eine hochentwickelte Schwarmintelligenz, die ihren Anführer verloren hat. In Johannisburg gewährt man den Aliens vorerst Asyl in einem speziell überwachtem Flüchtlingslager, dem „District 9“, in dem auch nigerianische Gesetzlose mit ihrem Verrückten Anführer untergebracht sind. Im Flüchtlingslager kommt es zur Vermehrung der „Shrimps“, wie die Aliens genannt werden, außerdem zu artenübergreifender Prostitution, Waffenhandel, Kriminalität und Kannibalismus. Immer mehr Menschen fordern deshalb eine strikte Rassentrennung zwischen „Shrimps“ und Menschen.

Die „Shrimps“ fangen indessen an, ihre fortschrittlichen Waffen gegen Katzenfutter-Dosen umzutauschen und leben in dem Flüchtlingslager wie heruntergekommene wilde Tiere. Menschen können die Waffen jedoch nicht benutzen, da sie nur mit einer speziellen DNA-Kennung funktionieren. Man muss also ein „Shrimp“ sein, um die Wunderwaffen benutzen zu können. Der Anführer der nigerianischen Gesetzlosen glaubt, dass durch den Verzehr der „Shrimps“ die geheimnisvollen Kräfte der Aliens auf ihn übergehen und er die Wunderwaffen benutzen kann. „Shrimps“ werden im „District 9“ deshalb schnell zur Delikatesse der Nigerianer.

Geheimwaffen und abartige Versuche an Aliens
„District 9“ wird von der MNU (Multi National United) überwacht, einer militärischen Organisation, die besonders an der Waffentechnologie der Besucher interessiert ist. Die MNU macht auch grauenhafte Versuche an den „Shrimps“ und vernichtet ihre Brut, damit sie sich nicht unkontrolliert vermehren. Durch einen Unfall wird ein MNU-Mitarbeiter mit einem Virus infiziert, der ihn zum „Shrimp“ mutieren lässt. Er kann jetzt auch als einziger Mensch die Superwaffen der Aliens bedienen und wird deshalb vom Jäger zum Gejagten. Ein packender Wettlauf mit der Zeit beginnt, in dem sich der infizierte MNU-Mitarbeiter mit verfolgten „Schrimps“ solidarisiert, die mit aller Kraft zu ihrem Heimatplaneten zurück wollen.

Dem südafrikanischen Regisseur Neill Blomkamp ist hier ein genialer sozialkritischer Science-Fiction-Film in Anlehnung an den südafrikanischen Apartheits-Staat der 70er Jahre gelungen, der den Zuschauer durch seine Vielschichtigkeit überrascht. Am Ende wissen wir, dass es einen zweiten Teil geben wird. Droht dann die Rache der „Shrimps“?

(jmh)

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4 Antworten zu „District 9“: UFOs in Afrika und außerirdische Shrimps als Delikatesse

  1. […] „District 9″: UFOs in Afrika und außerirdische Shrimps als … […]

  2. Shrimp sagt:

    hey der film ist total geil!!!!!!!!!!!

  3. […] „District 9″: UFOs in Afrika und außerirdische Shrimps als Delikatesse » […]

  4. apfel sagt:

    ich hab ein handtuch, nehmt mich mit.

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