Video: Der tragische Unfall bei „Wetten das…?“

Tragischer Unfall gestern Abend bei „Wetten das…?“ vor Millionen Zuschauern. Der 23-Jährige Samuel Koch hatte gewettet, mit Hilfe von Sprungfedern innerhalb von vier Minuten nacheinander über fünf fahrende, verschieden große Autos springen zu können. Der erste Versuch klappte, den zweiten brach er ab. Der dritte ging noch einmal gut, beim vierten prallte der Kandidat gegen das Auto und blieb zum Schrecken aller reglos liegen. Am Steuer des Wagens saß sein eigener Vater, der an diesem Tag Geburtstag hatte.

Es muss eine dunkle Vorahnung im Himmel gelegen haben, als Gottschalk sagte: „Was für ein Gefühl muss das für diesen Vater sein, wenn ihm sein eigener Sohn vors Auto läuft“. Nur wenige Minuten später trugen Rettungssanitäter den Verletzten aus der Halle. Ein sichtlich geschockter Moderator Thomas Gottschalk unterbrach zunächst die Sendung. Der junge Mann sei ansprechbar und auf dem Weg in die Klinik, berichtete der Moderator. Kurz darauf brach Gottschalk die Show komplett ab. „Ich bringe es nicht fertig, jetzt hier weiter zu moderieren“, sagte Gottschalk kreidebleich. Es sei in 30 Jahren der erste derartige Abbruch in seiner Karriere. Unter den Gästen in der Live-Sendung waren auch Sara Nuru und Otto Waalkes.

Welche Verletzungen der Kandidat habe, könne erst die medizinische Untersuchung klären. Derzeit liegt Samuel auf der Intensivstation der Düsseldorfer Uniklinik. Gottschalk bat sein Publikum um Verständnis, dass er die Show nicht fortsetzen könne. „Wir fühlen uns verpflichtet, nicht auf heiter zu machen, wenn wir nicht heiter sind.“

Text: JMH/ jojolol21

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3 Antworten zu Video: Der tragische Unfall bei „Wetten das…?“

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  2. Barbara sagt:

    Ach sieh mal einer an: auch hier will man, dass einige Aufmerksamkeits-Kröten abfallen…

  3. Patricia sagt:

    Schade nur, dass dieses ganze Interesse an Samuel Koch nicht auch allen anderen Behinderten gilt. Alle nehmen Anteil an seinem Schicksal, an dem er nicht unschuldig ist. Doch niemand wird sich deshalb wirklich damit beschäftigen, wie ein Leben im Rollstuhl wohl im Alltag wirklich aussieht. Niemand wird einen autobiographischen Roman darüber lesen, um sich einfühlen zu können. Niemand wird deswegen aufhören, an Straßenecken zu parken, wo er die Bürgersteigabsenkung blockiert und Rollis zwingt, einen langen Umweg zu machen. Niemand wird in das nächste Heim gehen und einem Rollifahrer als Begleitung einen Ausflug ermöglichen.
    Schade, wie gesagt, denn das leichtsinnige Unglück wird letzten Endes noch nicht einmal durch ein Umdenken wenigstens einen Sinn erhalten. Und in einem Jahr interessiert sich niemand mehr für Samuel Koch.

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