Marlon Czernohous: „Hamburg ist für mich die beste Stadt der Welt“


©Fotos: Privat, Marlon Czernohous / D. Kunkel

Marlon Czernohous
ist ein Profi-Eishockeyspieler. Schon mit 15 Jahren zog er von zu Hause aus, ging auf ein Sportler-Internat in Berlin und wechselte mehrmals den Verein.  So kommt der 21-Jährige nicht nur auf vier Einsätze in der ersten Liga für die Iserlohn Roosters (er spielte auch schon gegen die Hamburg Freezers), sondern auch auf sechs verschiedene Städte in denen er schon gewohnt hat. Nun hat sich der talentierte Stürmer aber doch noch für ein zweites Standbein entschieden. Er zog vor etwa einem Monat nach Lüneburg, um dort Wirtschaftspädagogik und Sport zu studieren und nebenbei aber beim „Adendorfer EC“ weiter erfolgreich zu sein. jungeMedien-Hamburg.de interviewte den sympathischen Ex-Hamburger.

Marlon, du spielst seit 1999 Eishockey und bist mit 15 Jahren nach Berlin aufs Eishockey-Internat gewechselt. Du hast schon einige Stationen in deinem Leben hinter dir und es klang alles nach einer großen Profi-Karriere. Nun hast du dich aber doch für das Studieren entschieden, wie kam es zu diesem Entschluss?

Ich wollte eigentlich schon immer studieren nach der Schule. Ich wollte halt nicht nur Eishockey spielen. Man kann davon zwar eigentlich gut leben, wenn man ein richtiger Profi ist, aber das kann ja immer mal schnell gehen, dass man sich verletzt und dann ist die Profi-Karriere zu Ende. Also wollte ich noch etwas in der Hinterhand haben.

Du spielst ja natürlich noch weiter.  Seit dieser Saison beim Adendorfer EC, die, wie sie auf ihrer Homepage beschreiben, dich als einen der Neuzugänge beschreiben, die das Niveau des AEC-Kaders deutlich angehoben haben. Wie gefällt es dir in Adendorf?

Sehr gut! Es sind immer ungefähr 1000 Zuschauer vor Ort und das macht richtig Laune da zu spielen.

Und wie gelingt es dir Studium und Eishockey-Spielen unter einen Hut zu bekommen?

Das geht bisher ganz gut. Da ich meistens morgens oder mittags Uni habe und Training abends, kommt sich da bisher nicht so viel in die Quere. Ich hatte aber bisher noch keine Lernphasen. Es wird sich zeigen, wie sich das dann vereinbaren lässt. Aber dann haben meine Trainer hoffentlich auch Einsehen, dass ich dann einmal die Woche weniger zum Training komme. Für gewöhnlich habe ich ja zwei- bis dreimal die Woche Training und zwei Spiele die Woche.

Durch das Eishockey-Spielen bist du ja schon sehr viel herum gereist, hast in deinen jungen Jahren schon in sechs verschiedenen Städten gelebt und bist nun für das Studium schon wieder umgezogen. Hast du noch viele Bezugspunkte, die dich mit deiner Heimatstadt Hamburg verbinden?

Bin ich ja schon mit 15 ausgezogen. Deshalb hatte ich nur die Kindheit in Hamburg. Das ganze Jugendlichenalter hab ich gar nicht mehr in Hamburg erlebt. Daher sind meine ganzen alten Freunde aus Hamburg auch nur noch auf zwei bis drei Personen reduziert. Nur meine Eltern und die Familie ist eigentlich noch da. Dennoch bin ich froh, dass ich in Lüneburg studiere und somit in die Nähe von Hamburg gezogen bin. Denn Hamburg als Stadt gefällt mir sehr und ist auch irgendwie für mich die beste Stadt der Welt.

Bei den Iserlohn Roosters kamst du auf vier Einsätze in der ersten Liga. Du spieltest unter anderem gegen berühmte Mannschaften wie die Augsburger Panther oder die Hamburger Freezers. Letztere haben in unserer Stadt eine sehr große Fangemeinde. Wie war es vor einer so großen Kulisse zu spielen?

Das war schon sehr gut. Ein ganz besonderes Gefühl. Vor ein paar Jahren habe ich bei den Freezers immer zugeguckt. War auch ein „Puck-Junge“. Da sammeln ja immer die kleinen Kinder die Pucks ein. Das habe ich auch immer gemacht. Dann ein paar Jahre später dort zu spielen gegen die Freezers. Das ist schon ein geiles Erlebnis. Auch als Hamburger.

Willst du dich irgendwann wieder mehr auf deine Profi-Karriere konzentrieren und wieder in einer höheren Liga spielen?

Wenn ich die Chance habe wieder höher zu spielen, werde ich sie bestimmt nutzen. Es ist aber ja auch immer umso schwieriger je älter man wird. Und momentan ist mir ein ganz bisschen wichtiger, dass ich mein Studium gut gebacken bekomme. Aber Eishockey ist und bleibt mein Leben. Das werde ich nie ganz aufhören.

Vielen Dank für das Interview!

Interview: JMH-Reporterin Kunkel

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