St. Pauli: Entscheidungstor durch Sukuta-Pasu

„Oh mein Gott, ich glaub’ das nicht, ist das echt Sankt Pauli???“, brüllt mir meine Stehplatz-Nachbarin entgegen. Sie bejubelt gerade das unfassbare 3:1 ihrer Mannschaft aus Hamburg. Sie ist eine der fast 2500 mitgereisten St. Pauli- Fans, die teilweise schon seit fast 18 Stunden auf den Beinen sind. Zur weitesten Auswärtsfahrt der Saison, der ersten Fußball-Bundesliga-Saison des Kiez-Clubs seit fast 8 Jahren. Dieses 3:1 kam für alle Mitgereisten dennoch ein wenig überraschend. Gerade noch hat sich der eine oder andere über den sensationellen 3:1-Erfolg der Mitaufsteiger aus Kaiserslautern gewundert, und schon  dreht der FC St. Pauli, wie in alter 2.Liga-Manier, ein 1:0 der Freiburger, durch Cissé 12 Minuten vor Schluss (78.) noch einmal um und macht es den Pfälzern nach. Aber der Reihe nach:

Foto: Fc St Pauli/ Die ca. 2500 St. Pauli-Fans bejubeln ihre Mannschaft

Von Anfang an war der FC St. Pauli das engagiertere Team. Sie spielten keinesfalls eingeschüchtert und setzten stets den Vorwärtsgang ein. Dennoch nutzen sie ihre Chancen nicht: Hennings in der 6. Minute, der zum Schuss kam und Boll daraus einen Nachschuss markierte. Freiburgs Torhüter Pouplin hielt jedoch. Lehmann in der 14., dessen Volleyschuss leider knapp übers Tor flog. Ebbers versuchte es in der 19. Minute mit einem Fallrückzieher, der knapp am Tor vorbei ging und in der 24. mit einem etwas zu hohen Schuss.

Die Freiburger hatten nur wenig entgegenzusetzen. Lediglich einen Schussversuch in der 16. Minute durch Bastians konnten sie vorweisen. Und so gingen beide Mannschaften mit einem 0:0 in die Pause. Nach der Pause war bei St. Pauli ein wenig die Luft raus und es funktionierte nicht mehr alles so wie zuvor. Die Freiburger kamen mehr und mehr zu Chancen, nutzen diese aber ebenso wenig und so schien es, als hätten beide Mannschaften sich auf ein 0:0 geeinigt. Aber nichts da! In der  78. Minute passte Freiburgs Makiadi völlig frei zu Cissé, welcher aus 5 Metern Torentfernung nur noch einnetzen musste. 2500 mitgereiste St. Paulianer mussten das Netz hinter Torhüter Hain zappeln sehen. 1:0 für Freiburg.

Aber St. Pauli gab nicht auf, setzte nach und spielte nach vorne. So kam es wie es kommen muss und Fabian Boll schoss in der 83. Minute aus 13. Metern den Ball in das Tor des Freiburger Torhüters Pouplin. – Ausgleich –  Aber damit nicht genug. Die Kiezkicker wollten feiern. Und dies gelang ihnen. Der eingewechselte und später zum Matchwinner avancierte 19-jährige Sukuta-Pasu brachte die Wende. 2:1 in der 89. Minute. Matchwinner wurde er deshalb, weil er nur 2 Minuten später dem ebenfalls eingewechselten Neuzugang vom Erzrivalen Hansa Rostock, Fin Bartels, den Ball zupasste, welcher ihn zum 3:1 Endstand in das Tor versenkte und die Gästekurve ausrasten ließ. 3:1 der verdiente Endstand.

(dlmk)

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