Anne H.: Sie war sieben Tage im Bett eines Sex-Monsters

Ans Bett gefesselt und vergewaltigt

Die schlimmen Befürchtungen im Fall Anne H. haben sich bestätigt. Die schöne 25-jährige Arzthelferin aus Bargteheide mit dem Engelsflügel-Tattoo über der Brust, war sieben Tage ans Bett eines Sex-Monster gefesselt und wurde dort immer wieder sexuell missbraucht. Der 49-jährige Täter hatte Anne H. am Sonntag, 20. Juni, am Bahnhof Bargteheide in einen weißen Lieferwagen gezerrt, ihr die Augen verbunden, sie gefesselt und zu seinem Haus in Tangstedt gefahren, das in einer einsamen Gegend am Rand eines Waldweges liegt. Dort fesselte er sie im Schlafzimmer ans Bett und verging sich immer wieder an ihr. Er nahm ihr im Haus die Augenbinde ab und trug während der Tat angeblich keine Maske.

Nach Annes Aussagen bei der Polizei ging der Täter regelmäßig weg und kam dann später mit Essen und Trinken wieder. Anne H. hatte deshalb den Eindruck, dass der Täter regelmäßig Arbeiten war. Vielleicht sah er aber zwischendurch auch die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft im Fernsehen, bevor er sich dann immer wieder an Anne verging.  Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der 49-jährige Klempner sich extra von seiner Arbeit freigenommen hatte. Nach sieben Tagen lässt er Anne H. plötzlich wieder frei und setzt sie zu Hause bei ihrem Elternhaus ab, wo sie auf den ersten Blick körperlich unversehrt scheint.

Fotostrecke: Hier wurde sie gequält (mopo.de)

Die Mutter von Anne geht davon aus, dass der Täter durch die große Suchaktion langsam ein schlechtes Gewissen bekam. „Meine Tochter hat Grausames erlebt. Ich glaube, dass Gott ihm ein schlechtes Gewissen gemacht hat. Ich weiß, dass Gott das Herz dieses Menschen bewegt hat“, so Annes Mutter, die tagelang für das Leben ihre Tochter gebetet hat. Tatsächlich handelt es sich bei den Tätern oft um Personen mit multiplen Persönlichkeitsstörungen: Während diese Menschen im Alltag Arbeiten und einem geregelten Leben nachgehen, verwandeln sie sich nach der Arbeit in andere Persönlichkeiten und gehen ihren krankhaften Neigungen nach. In der Öffentlichkeit sind diese Personen meist unauffällig. Oft findet im Innern dieser Menschen ein Kampf statt, in dem der Diabolus mit dem Vernunftsmenschen ringt. Die Täter bekommen in dieser Phase innere Gewissenbisse und fangen an sich selbst zu hassen, sich vor sich selbst zu ekeln und ihre Untaten zu bedauern. Sie wünschen sich dann eine Art von Erlösung, auch durch den Tod.

Täter schnitt sich die Pulsadern auf

Als die Polizei gestern das Haus des Täters durch ein Spezialkommando stürmen ließ, fand sie nur noch die Leiche des Täters und einen Abschiedsbrief, dessen Inhalt unbekannt ist und wohl nie an die Öffentlichkeit gelangen wird. Der 49-jährige Klempner hatte sich nach seiner brutalen Schandtat offenbar selbst gerichtet: Er lag mit durchgeschnittenen Pulsadern in einer Blutlache auf dem Boden. Er wäre seiner Bestrafung ohnehin nicht mehr entkommen. Sein Leben als Alltagsmensch war verwirkt, übrig blieb das Monster.

Die Arbeit der Polizei beim Verschwinden von Anne ist oft kritisiert worden, aber der Polizei sind durch die Gesetzgebung leider oft die Hände gebunden. Anne ist volljährig und es gab keine Anzeichen für ein Verbrechen. Die Familie hat jedoch instinktiv richtig gehandelt, als sie die große Suchaktion www.suche-anne.de ins Leben gerufen hat. Wenn der polizeilichen Ermittlung durch die komplizierte Rechtsprechung Grenzen gesetzt sind, können halbstaatliche oder private Initiativen die Polizei bei ihrer Arbeit wirksam unterstützen. Die Familie von Anne ist hat die Polizei für ihren schnellen Fahndungserfolg gelobt. Anne braucht jetzt Zeit um sich zu erholen und zu ihrer Familie zurückzufinden. Eines Tages wird sie das alles verarbeitet haben. Vielleicht wurde sie auch durch ihre Engelsflügel geschützt.

Wichtig ist, dass sie lebt und jetzt wieder bei ihrer Familie ist.

(asd/msc/mse)

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7 Antworten zu Anne H.: Sie war sieben Tage im Bett eines Sex-Monsters

  1. […] Straße verschleppt: 25-Jährige wurde eine Woche lang missbrauchtSTERN.DEFOCUS Online -JungeMedien Hamburg e.V. -Berliner KurierAlle 54 […]

  2. Bernt H. sagt:

    einfach nur ABARTIG. Offenbar sind die Strafen nicht abschreckend genug. In manchen Ländern wird man dafür zur lebenslangen Eunuche gemacht: das ist die chirurgische entfernung der Geschlechtsorgane des Triebtäters.

  3. Michel sagt:

    „aber der Polizei sind durch die Gesetzgebung leider oft die Hände gebunden.“ Da habt ihr die Sache mal auf den Punkt gebracht. Das erklärt auch den Frust vieler Beamter.

  4. Daniela sagt:

    Ich will nicht wissen, wie viele Monster noch unerkannt draußen rumlaufen. Wieso sind eigentlich immer Männer die Täter?

  5. Erika sagt:

    Das war bei uns in der Nähe und erschreckende ist ja, daß sie ein „Zufallsopfer“ war. Das hätte also jedem passieren können. Das sind auf jeden Fall sehr gute Argumente dafür, die Videoüberwachung an und um Bahnhöfen schnellstmöglich weiter auszubauen!

  6. Claudia sagt:

    Das das Mädchen nach diesen Taten sich in diesem T-Shirt mit der Tätowierung ablichten lässt stimmt mich nachdenklich. Wenn da nicht der nächste Lust auf mehr bekommt…

  7. Sophia sagt:

    zu claudia. Das photo wurde davor aufgenommen und gelangte durch die Suchaktion der Eltern ins Netz..

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