Jörg Kachelmann: Wie kommen seine DNA-Spuren an das Messer?

Laut aktuellen Zeitungsberichten, soll in der Wohnung des mutmaßlichen Vergewaltigungs-Opfers ein Messer mit möglicherweise DNA-Spuren und Fingerabdrücken von Jörg Kachelmann gefunden worden sein. Verschiedene Zeitungen rätseln nun darüber, ob das der schwere und eindeutige Beweis der Staatsanwaltschaft gegen Jörg Kachelmann ist. In meiner Wohnung werden Sie viele Messer finden, die meine DNA-Spuren und Fingerabdrücke tragen. Besonders dann, wenn ich mir ein Stück Brot schneide oder einen Apfel schäle. Wie eindeutig ist also der Beweis der Fingerabdrücke an einer mutmaßlichen Tatwaffe? Hier einige Beispiele aus beliebten Krimis:

Wir alle kennen sie noch, die spannenden Krimis, wo es darum geht, den Mordfall und interessante Kriminalfälle zu lösen: Kennen Sie noch  „Mord ist ihr Hobby“ und „Inspektor Columbo“? Was haben wir damals immer mitgefiebert, wenn es darum ging, kniffelige Mordfälle und Verbrechen aufzuklären. Inspektor Columbo und Jessica Fletcher ließen sich nicht so leicht hinters Licht führen. Das waren Fälle, die Staatsanwälte und Richter lieben und Ermittler zum Schwitzen brachten.

Eine beliebte Methode in spannenden Kriminalfällen war es, dem Erschossenen die Schusswaffe in die Hand zu legen, um einen Selbstmord vorzutäuschen. Der Täter trug dabei meistens Handschuhe, um seine eigenen Fingerabdrücke nicht auf die Tatwaffe zu übertragen. In anderen Fällen wurde die Schusswaffe einer Person einfach entwendet, um damit eine weitere Person zu erschießen. Der wirkliche Täter trug selbstverständlich Handschuhe. Die Waffe wurde danach fein säuberlich am Tatort gesichert und in durchsichtigen Plastiktüten verpackt. Auf der Schusswaffe waren aber die Fingerabdrücke des ursprünglichen Besitzers, dem die Waffe entwendet wurde.

Fingerabdrücke und DNA-Spuren
Auch Messer waren beliebte Tatwaffen im Krimi. Um an die Fingerabdrücke für die Tatwaffe zu kommen, ließ der wirkliche Täter einfach jemanden mit der Tatwaffe ein Stück Brot schneiden. Mit dem Messer brachte er wenige Tage später seine Frau um. Das Messer trug die Fingerabdrücke ihres heimlichen Geliebten, der ihr Nachbar war. Der Mann war dahinter gekommen und hatte seine Frau mit den geklauten Fingerabdrücken ihres Geliebten ermordet.

Mit fortschreitender Wissenschaft und Entwicklung der Sicherung von DNA-Spuren (zB Hautschuppen) am Tatort, wurde die Sache den Kriminellen schwieriger gemacht. Vor allem Vergewaltigungen konnten nun schnell durch DNA-Rückstände unter den Fingernägeln des Opfers aufgeklärt werden. Vergewaltigungsopfer hatten oft die Gemeinsamkeit, ihre Peiniger zu kratzen. Dadurch konnten DNA-Spuren unter den Fingernägeln des Opfers gesichert werden und den oder die Täter überführen.  Es war nun auch einfacher, fremde Personen am Tatort zu identifizieren. Denn jede Person hinterlässt überall irgendwelche DNA-Spuren.

(asd)


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18 Antworten zu Jörg Kachelmann: Wie kommen seine DNA-Spuren an das Messer?

  1. Susanne sagt:

    Oje, es wird immer skuriler. Und dennoch beschäftigt mich dieser Fall sehr, weil ich natürlich wissen will, wie das noch rauskommt. Schliesslich bin ich auch „nur eine Frau“ und der Kachelmann ist und war mir als TV-Mann immer sehr sympathisch. Aber Fingerabdrücke auf einem Messer in einer Wohnung, in der er sich offenbar öfters aufgehalten hat? Oder hat er jemals bestritten, dort gewesen zu sein?
    Also ich für meinen Teil kann mir halt weiterhin nicht vorstellen, dass Kachelmann mit sowas sein ganzes berufliches Leben aufs Spiel gesetzt hätte. Ich halte ihn nicht einfach für unschuldig, weil er ja so ein Netter ist am TV. Doch in meinen Augen steht alles, was man so an *Tatsachen“ lesen konnte, auf ziemlich wackeligen Beinen resp. könnte ebenso gut „arrangiert“ worden sein – von einer rachsüchtigen Gefährtin vielleicht?

  2. Heike sagt:

    Als die Anschuldigungen neu waren, wurde angeblich auch dem Umfeld Kachelmanns erzählt, die Frau sei sicherlich keine Freundin, sonder eine Stalkerin. Das ist zumindest jetzt nicht mehr glaubhaft.
    Ob ein Mann wirklich an seine Karriere denkt, wenn er zu einer Kurzschlusshandlung wie die Vergewaltigung der eigenen Freundin kommt, denke ich nicht.
    Ob jemand sympatisch ist oder nicht sagt auch nichts darüber aus, ob er ein Triebtäter ist.
    Ich denke, von Außen ist es schwierig zu beurteilen und dafür sind wir ja auch nicht zuständig. Es scheint aber so, als ob man tatsächlich etwas gegen ihn in der Hand hat, das weit über eine Aussage hinaus geht.
    Ich hoffe, dass die Zeit der Untersuchungshaft nicht mehr so ewig dauert, weil ich es nicht schön finde, wenn jemand – ohne das seine Schuld bewiesen ist – im Gefängnis sitzt.

  3. DetlevT sagt:

    Wirklich bemerkenswert an dieser Meldung ist doch nur, dass es sie gibt. Konnte da nur jemand aus dem Kreis der Ermittler/Staatsanwaltschaft das Wasser nicht halten oder betreibt hier jemand eine gezielte Schmutzkampagne gegen Jörg K.? Will jemand die (Vor-) Verurteilung in den Medien für den Fall, dass die Staatsanwaltschaft sich vor Gericht blamiert? Oder will jemand Jörg K. (oder seine Anwälte) durch öffentlichen Druck zu Aussagen provozieren?

  4. Jack sagt:

    Tja, Herr Kachelmann war ja öfters Gast in der Wohnung und wird auch mal Küchenutensilien benutzt haben. Kein Beweis für gar nix. Oder hat er etwa sein Schweizer Armeemesser in der fremden Wohnung verloren?

  5. Adriana Teixera sagt:

    Oh Frau Susanne,
    Ich denk mal, die deutsche Justiz arbeitet nicht mit wackeligen Beinen, außerdem hat der Kachelmann die besten Anwälte.
    Normalerweise ist es doch andersherum, die Opfer haben zu wenig Handhabe, um eine wirkungsvolle Verfolgung der Täter zu ermöglichen. Deshalb ist die Dunkelziffer bei Missbrauch und Vergewaltigung so hoch.
    Und hier ist es mal anders. Zumindestens so, daß der Kachelmann immer noch in Untersuchungshaft sitzten muss.
    Also Susanne: Alle Sympathischen freilassen und die anderen einsperren!

  6. Bundesboy sagt:

    Niemand soll schuldig gesprochen werden, der ganz und gar nichts verbrochen hat. Der Fall Kachelmann ist allerdings ungeheuer schwer zu beurteilen. Immerhin beweisen die DNA-Spuren, dass Kachelmann in schöner Regelmässigkeit den Haushalt der Klägerin mit seiner Anwesenheit erfreute. Deshalb ist die Story, von der seine Verteidiger hofften, sie würde von den Kachelmann-Fans geschluckt, dass nämlich eine zu allem entschlossene Stalkerin den beliebten Wettermoderator vor Gericht zerren wolle, so schnell in sich zusammengebrochen. So darf die Welt nun weiter über die Abgründe in der Seele von Kachelmann spekulieren. Diesem Risiko hat sich Kachelmann durch seine zahlreichen Flirts und Affären ganz allein ausgesetzt. Mann kann offensichtlich nicht an alles denken, schon gar nicht, wenn die Eifersucht der Geliebten als Stimulans dient.

  7. Mata sagt:

    Es ist doch seltsam,dass die Ermittler das Messer erst jetzt finden.

    Die Frau ist wieder am arbeiten. Nach einer so schlimmen Vergewaltigung müßte sie traumatisiert.Wie schafft die Frau es schon wieder Ihrer Arbeit nachzugehen?

  8. Nobby sagt:

    Herr Kachelmann war angeblich 11 Jahre mit dieser Frau liiert, da befinden sich bestimmt noch viel mehr DNA-Spuren und Fingerabdrücke von ihm in ihrer Wohnung. Das gefundene Messer sagt für mich als Beweisstück nichts aus. Wenn er wirklich so ein „Womanizer“ ist, wie vor allem die Boulevardpresse über ihn schreibt, wäre es gut schon möglich, daß ihn eine davon mal gewaltig in die Pfanne haut. Man kann nur spekulieren, der Fall wird schwierig zu lösen sein.

  9. […] ein anderes Opfer der 1337-Verschwörung: Jörg Kachelmann. Mit Pseudobeweisen will die 1337-Staatsgewalt diesen Mann hinter Gittern bringen. Ist nun auch zu befürchten, dass […]

  10. fridolin sagt:

    eine frau..die 11 jahre lang die geliebte ist, sich 11 jahre lang hat verwöhnen lassen. 11 jahre lang sich lustvoll dem sex hingegeben hat…wird plötzlich, aus heiterem himmel, von ihrem liebhaber vergewaltigt…????

    was für ein fundament!

    auf diesem fundament kann alles wahrheit oder dichtung sein.
    und bezüglich mehrerer liebschaften….
    seit wann ist es verboten, in unserem kulturkreis, sich mit mehreren partnern einzulassen, freundschaften und auch liebschaften zu pflegen.
    es gibt genügend frauen, die dies ebenfalls ausreichend praktizieren.
    herrn kachelmann wegen fluchtgefahr einzusperren ist ja wohl das allerletzte…wo soll er denn hinflüchten..in die schweiz????

    ich pers. seh es so…dass er staatsanwalt sich ein bisschen zu wichtig gemacht hat und wer rudert schon gern zurück und gibt zu, einen fehler gemacht zu haben.

  11. Patrizia sagt:

    Wenn das Messer das Tatwerkzeug war, müssen sich zwangsläufig auch DNA-Spuren des angeblichen Opfers an der Schneide befinden. Denn die soll ja an ihren Hals gehalten worden sein. Wenn gereinigt worden wäre, wären auch die Spuren der Kachelmann-DNA verschwunden. die sollen aber das sein und es soll das verwendete Messer sein.

    Wenn die aber nicht da sind, wo sie sein müssen, ist das Messer ein Entlastungsindiz. Der Beweis dafür, dass es nicht an den Hals gehalten wurde wie behauptet. Sondern nur zum Käseschneiden oder Apfelschälen in häuslicher Freundschaft.

  12. Eduard Zimmermann sagt:

    Inhaltlich finde ich den Artikel wirklich in Ordnung, weil er nicht gleich die Massenhysterie der Boulevardpresse übernimmt und nicht ins gleiche Horn blökt, um Kachelmann noch weiter unnötig in ein schlechtes Licht zu rücken, bevor das Gerichtsverfahren abgeschlossen ist. Die Frage, ob er schuldig ist oder nicht, wird sich sicher in den nächsten Monaten klären. Das Messer wird wohl schon vor dem heutigen Erscheinen der Yellow Press Artikel als „Beweisstück“ aufgetaucht sein, nur das es jetzt durch eine undichte Stelle der Behörden ins Medienlicht gehalten wird. Was mich an diesem Artikel jedoch sehr ärgert, ist die unbedarfte Wortwahl dieses Satzes: „Vergewaltigungsopfer hatten oft die Angewohnheit, ihre Peiniger zu kratzen.“ Eine Angewohnheit läßt normalerweise auf ein häufiges Ausüben einer Tätigkeit schließen, so das Übung und Gewohnheit entsteht. Ich nehme nicht an, das Vergewaltigungsopfer das Kratzen im Rahmen einer wiederholten Übung betreiben und so bekommt der zitierte Satz einen sehr bitterbösen Beiklang. Daher meine Anregung, solche tragischen Sachverhalte nicht so nachlässig darzustellen.

  13. […] Jörg Kachelmann: Wie kommen seine DNA-Spuren an das Messer? Laut aktuellen Zeitungsberichten, soll in der Wohnung des mutmaßlichen Vergewaltigungs-Opfers ein Messer mit […] […]

  14. Eduard Zimmermann sagt:

    Ich sehe, das meine Anregung zur Kenntnis genommen und daher der unbedarfte Satz im Artikel geändert wurde in der Form: „Vergewaltigungsopfer hatten oft die Gemeinsamkeit, ihre Peiniger zu kratzen.“

  15. Ist denn nicht oft die einfachste Erklärung die tatsächliche? Evtl. hat er das Messer nur zum kochen benutzt. Aber durch was wurden denn DNA-Spuren gesichert? War es Blut, Hautschuppen oder Speichel? Hat er das Opfer mit dem Messer verletzt, so dass beide DNA auf dem „Tatwerkzeug“ waren?

  16. X-Y-Z sagt:

    Tja, weshalb muss Herr Kachelmann sich einen RA Birkenstock nehmen ? Bestimmt nicht, weil er ohne Schuld ist.

  17. susanne sagt:

    liebe adriana teixera
    lege mir bitte keine worte in die finger, die ich so weder gemeint noch geschrieben habe. es gilt die unschuldsvermutung. ich habe extra dargelegt, dass mir kachelmann am tv sympathisch ist, was natürlich die gedanken in eine bestimmte richtung lenkt. aber es sind nur ein paar gedanken von sehr vielen, die ich mir zu diesem fall machen könnte.
    ich weiss, dass es opfer oft schwer haben, dass man ihnen glaubt. das will ich weder bezweifeln noch leugnen. in diesem fall jedoch sprechen wir halt, medien sei dank, die nur kachelmanns leben ausbreiten, nur vom angeklagten. nur mal angenommen, er ist unschuldig: was hat er für eine chance? sein ganzes leben wird auseinander genommen, alles mögliche unterstellt und gedichtet. aber wie will er seine unschuld beweisen?
    mal angenommen, er ist schuldig: dann würde ich meinen, es geschehe ihm recht…

  18. der is egal leute die welt geht bald unter wegen dem metheor apofis ist euch das egal? ???

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