Susi Kentikian: „Man kann alles schaffen“

Susi Kentikian kommt von ganz unten und hat sich in Hamburg hochgeboxt.  Als gebürtige Armenierin flüchtete sie mit ihrer Familie vor dem Krieg, lebte danach auf Asylbewerber-Schiffen. Bis zur Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland war ihre Familie immer wieder von der Abschiebung bedroht. Heute ist sie gefeierte Box-Weltmeisterin, macht neuerdings Werbung für Milchschnitte und arbeitet jetzt auch an einem eigenen Kino-Film. Am kommenden Samstag wird Susi die „Killer Queen“ erstmals als Hauptkämpferin im ZDF (gegen 23:15 Uhr), ihre drei WM-Gürtel gegen Nadia Raoui verteidigen. Vor wenigen Tagen verkaufte sie sogar in der Wandelhalle das Hamburger Obdachlosen-Magazin “Hinz&Kunzt”. jungeMedien-Hamburg.de führte ein Kurzinterview mit ihr.

Foto:Eroll Popova/ Susi mit "Hinz&Kunzt"-Magazin

Susi, am vergangenen Dienstag hast du in der Wandelhalle “Hinz&Kunzt” verkauft. Warum engagierst du dich so sehr für Obdachlose?

Susi Kentikian: Ich weiß aus eigener Erfahrung wie es ist, wenn man mal nicht auf der Sonnenseite des Lebens ist. Ich engagiere mich deshalb für solche tollen Projekte gern. Bei solchen Projekten muss man einfach mitmachen, denn ich habe selbst schwere Zeiten hinter mir und deshalb möchte ich die Menschen motivieren, dass man alles schaffen kann.

Am 24. April beginnt der Boxkampf gegen Nadia Raoui. Du steigst erstmals als Hauptkämpferin beim ZDF in den Ring, um deine Titel der Verbände WIBF, WBA und WBO im Fliegengewicht zu verteidigen. Welche Bedeutung hat dieser symbolische Tag für dich?

Susi Kentikian: Ich freue mich auf den Kampf in meiner Heimatstadt. Natürlich auch über die Tatsache, dass ich Hauptkämpferin bin. Aber wenn ich in den Ring steige, dann will ich gewinnen und keiner kann mich davon abhalten. Es geht um meine Ehre und die will ich verteidigen! Egal ob Hauptkampf oder nicht!

Wie schätzt du deine Gegnerin ein und was dürfen eingefleischte Kentikian-Fans am kommenden Samstag von diesem Kampf erwarten?

Ich erwarte einen starken und harten Kampf. Sie ist eine starke Gegnerin, aber meine letzten Gegnerinnen waren auch sehr stark. Deswegen mache ich mir keine Sorgen. Ich will ja die besten boxen, nur so komme ich weiter. Ich fühle mich aber sehr gut vorbereitet. Und ich freue mich schon sehr auf den Samstag, denn ich habe wirklich hart trainiert. Ich bin bereit.

Interview: JMH-Reporter Gonzales
Interview: JMH-Reporter Schulz

weitere Informationen: www.boxing.de

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5 Antworten zu Susi Kentikian: „Man kann alles schaffen“

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