Besuch beim Eventcenter „The Tower“ auf dem Hamburger Dom


©Fotos jMH/Schulz u. Seeber – 35 m hoch. „The Tower“ ist das größte klappbare Hochhaus der Welt

„Das größte klappbare Hochhaus der Welt, eine multifunktionale Erlebnisanlage, die neue Maßstäbe setzt, eine Kombination aus Abenteuerspielplatz und Schule“. All dies verspricht „The Tower“, das Eventcenter, welches von Charles Blume in Anlehnung an die Petronas Tower in Kuala Lumpur, Malaysia entwickelt wurde. Bei strahlendem Sonnenschein auf dem Hamburger Dom machen wir den Selbsttest.

Salvador Dali: Am Eingangsbereich verkündet diese Figur eindrucksvoll, was die Gäste des Towers erwartet.

Für 4 Euro, vorausgesetzt man ist über 1,40 m groß und hat somit kein Recht auf einen ermäßigten Eintritt von 2 Euro , bekommt ein Jeder am Einlass eine bunte Spektralbrille, die während des gesamten Trips durch „The Tower“ aufbehalten werden soll. Neun Etagen haben wir vor uns. Unsere Entdeckungsreise kann beginnen! Los geht es über rollende und vibrierende Böden, die der ein oder andere bereits aus anderen Labyrinthen und Spiegelkabinetten des Hamburger Doms kennen wird. Die erste Aluminiumtreppe hinauf (für Personen mit Gehbehinderung gibt es einen Fahrstuhl) bis wir zum ersten Mal in das Innere des Towers gelangen.

Hier überrascht uns zunächst die schlichte Dunkelheit, die eine unerwartet gruselige Stimmung verbreitet. Bunte Farben und Lichter, die durch die Kristallbrille flackern, folgen. Weiter geht es vorbei an einigen merkwürdigen Gestalten, bei denen man überlegen muss, ob es sich hier um Puppen oder Menschen handelt. Zumindest hat eine Figur die Aufgabe, die Besucher zu erschrecken. Es folgen Spinnentiere und ähnliches Krabbelzeug. Also nur etwas für Unerschrockene. Hinauf über eine weitere Aluminiumtreppe und weiter abgebogen geht es hinein in den nächsten Abschnitt: merkwürdig geformte Waschbecken sind zu bestaunen. Aber nicht nur das: Plötzlich spritzt das Wasser aus den Waschbecken und erschreckt uns auf kühle Art und Weise. Ein wenig nass kommen wir nun in den Raum, in dem wir unter unseren Füßen das Erdbeben live miterleben.

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Das Café ist ein Highlight
Im Anschluss gelangen wir über eine weitere Treppe in das Aussichtscafé. Ein nettes Café mit schönen Stühlen, Tischen, einer kleinen Chill-Out-Ecke und einer Bar. Dennoch: die 4 Euro Eintritt verstehen sich ohne Erfrischungsgetränk. Für eine Cola müssen wir also erneut bezahlen. Der Ausblick, zwar keine Sache für Höhenängstige, ist schon bemerkenswert, das muss man zugeben. Der Blick geht weit über das Millerntor-Stadion und auch die Terasse des „Terrace Hill“ im Bunker kommen einem ganz nah vor. Der gesamte Dom ist gut zu überblicken. Das Aussichtscafé ist allerdings noch nicht der höchste Punkt des Towers. Zwei weitere Wendeltreppen führen hinauf zum besten Aussichtspunkt.

Nachdem wir uns satt gesehen haben, machen wir uns auf den Weg nach unten und zum letzten Abschnitt des Towers. Es geht erneut in des Towers Innere. Wieder stockfinster, weitere Licht- und Farb-Kreationen gepaart mit Spiegelgebilden sowie Plexi-Glas Figuren aller Art hindern uns am einfachen Durchmarschieren. Auf der nächsten Ebene draußen, finden wir dann den „Tresor“. Per Code, den man schlicht und einfach erraten soll, hat man die Chance den Tresor zu öffnen und Eintrittskarten, die begehrte Tower Medaille in Gold oder Silber, sowie Gutscheine für Getränke im Café und Ähnliches zu gewinnen. Da wir aber nicht geduldig genug sind, den 4-stelligen Code, der ja abertausende Möglichkeiten haben kann, zu erraten, geben wir uns geschlagen und machen uns weiter auf den Rückweg. Ein Rollband ist dann die letzte Attraktion und die schönen bunten Spektralbrillen müssen wir am Ausgang wieder abgeben.

Fazit
Alles in allem verspricht „The Tower“ etwas mehr als es hält. Klar hat es eine tolle Aussicht über den gesamten Dom, aber der versprochene Abenteuerspielplatz und die multifunktionale Erlebnisanlage fielen eher bescheiden aus. Einen  Besuch ist „The Tower“ allerdings wegen der schönen Aussicht wert, solange man nicht unter Höhenangst leidet. Wem die 4  Euro plus Getränk zu teuer sind, der sollte das Getränk im Aussichtscafé einfach weg lassen – denn dann ist „The Tower“ auch für den kleinen Geldbeutel zu genießen.

(dlmk)

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2 Antworten zu Besuch beim Eventcenter „The Tower“ auf dem Hamburger Dom

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