Die Schweinegrippe: Nur Tote können jetzt noch die Impfbereitschaft steigern

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Am Montag startete die größte Impf-Aktion in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Teilnahme der Bevölkerung an diesem historischen Ereignis erinnerte jedoch eher an die letzte Bundestagswahl, die einen neuen Rekord an Nichtbeteiligung aufstellte. Die Impfbereitschaft ist ebenso wie die katastrophale Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl ein Indikator dafür, wie tief das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik mittlerweile gesunken ist.

Immer weniger Bundesbürger glauben noch daran, dass das, „was die da oben tun“, mit rechten Dingen zugeht. Die Medien sind daran größtenteils mitschuldig. kein Tag vergeht, an dem nicht irgendein Politiker oder irgendeine Partei am Pranger steht. Auch bei der Schweinegrippe-Impfung ist die Bevölkerung zuerst stark verunsichert worden, als die BILD-Zeitung beispielsweise den SPD-Politiker Wolfgang Wodarg zu Wort kommen ließ, der vor einer Krebsgefahr durch die Schweinegrippe-Impfung warnte, weil der Impfstoff angeblich auf Krebszellen kultiviert wurde. Das Paul Ehrlich Institut dementierte danach vehement: Eine Krebsgefahr gehe von der Impfung nicht aus.

Die ganze Diskussion über Wenn und Aber der Impfung, hat wenig dazu beigetragen, eine Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu erzeugen. Da hilft es auch wenig, dass die BILD-Zeitung sich jetzt für eine „Volks-Impfung“ stark macht. Das erinnert eher an die Volks-Zahnbürste oder die Volks-Aktie der Telekom, für die die BILD-Zeitung damals auch groß geworben hatte und mit der kleine Sparer am Ende um ihr bescheidenes Vermögen gebracht wurden. Des Volkes Stimme hatte sich diesmal gründlich verrechnet. Die BILD-Zeitung, die sich gerne als Volkes Stimme sieht und unter Insidern auch ehrfürchtig „Volks-Flüsterer“ genannt wird, kann trotz beachtlicher Millionen-Auflage die Impfbereitschaft in Deutschland nicht mehr steigern.

Quelle:wikipedia - Totentanz, Tanz der G(e)rippe

Der mit dem Tod tanzt
Die Befürworter der Massenimpfung postulieren eine zweite mögliche Schweinegrippe-Welle von  apokalyptischem Ausmaß mit Millionen Toten. Angesichts dieser Bedrohung ist jeder Impfstoff natürlich noch immer besser, als an der zweiten Schweinegrippe-Welle zu sterben. Lieber fällt einem der Arm ab, als dass man am Ende im Grab liegt und die Radieschen von unten sieht. Das Risiko der Impfung ist also im Hinblick auf so eine Horror-Infektion – Worst-Case-Szenario – eher gering anzusiedeln. Auch wäre es besser, 20 oder 30 Jahre später an Krebs als Nebenwirkung durch die Impfung zu sterben, als in zwei oder drei Monaten an der Schweinegrippe. In dem Fall hätte die Impfung Ihr Leben um immerhin 30 Jahre verlängert!

In der konsequenten Verfolgung dieser apokalyptischen Endzeit-Doktrin, wird jetzt peinlichst jeder Schweinegrippe-Tote aufgezählt: Bereits drei Schweine-Grippe-Tote in Deutschland! Hoppla, schon drei Tote? Dann kann der Killervirus ja nicht mehr weit sein. Bundesverdienstkreuz-Träger Prof. Dr. med. Adolf Windorfer schwadroniert in der BILD-Zeitung sogar von 35.000 möglichen Schweinegrippe-Toten in Deutschland. Schon an der normalen Grippe sterben laut RKI (Robert Koch Institut) 5-15.000 Menschen jährlich. Ist es also unseriös oder zynisch, seinen Patienten als Arzt zu empfehlen, erst noch einige Tote abzuwarten, bevor man sich impfen lässt? Möglicherweise. Allerdings nicht weniger richtig, als der Spruch meiner Großmutter. Die sagte schon damals: „Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär, wär ich längst ein Millionär.“ Wenn wir also vom Fall der Fälle ausgehen, dann könnte die Schweine-Grippe zum Killervirus mutieren. Genausogut könnte uns allerdings auch morgen oder 2012 der Himmel auf den Kopf fallen – er braucht eben nur noch zu „mutieren“. Hätte, wenn, könnte usw.

Wer trägt die Verantwortung?
Eine gute Frage, die ungerne beantwortet wird. Haftet der Staat, der Arzt oder möglicherweise die BILD-Zeitung für Nebenwirkungen die durch die Impfung auftreten? Impfungen haben bekanntlich immer Nebenwirkungen – und wo 25 Millionen Menschen mit einem neuen Impfstoff geimpft werden sollen, bleibt reichlich Spielraum für die Wahrscheinlichkeit einer hohen Anzahl von Nebenwirkungs-Opfern.  In Amerika sind die Wirkverstärker, wie beispielsweise das umstrittene Squalen (Nebenwirkung bei Injektionen angebl.  rheumatische Arthritis und Verdacht auf Auslösung von Autoimmunerkrankungen; American Journal of Pathology 2000),  nicht grundlos verboten worden. Gegen den Konservierungsstoff Thimerosal (enthält Quecksilber) hatten in den USA zB Tausende Eltern geklagt und behauptet, ihre Kinder seien dadurch an Autismus erkrankt. „Der Impfstoff hätte bewirkt, so die Rechtsanwälte, dass sich im Gehirn der Kinder Quecksilber abgelagert hätte.“ quelle: Impfkritik.de

Aus Angst vor Klagen soll den Impfstoff-Herstellern von US Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius vollständige rechtliche Immunität bei etwaigen Nebenwirkungen zugesichert worden sein. Nach der großen Diskussion in Deutschland, ob Ärzte möglicherweise für die Nebenwirkungen haftbar gemacht werden können, erklärte die Bundesregierung vollmundig: „Der Bund haftet für eventuell auftretende Impfschäden.“ Das ist immer dann so, wenn die Impfung von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlen wurde.

Fazit: Solange in Deutschland noch kein Mundschutz verordnet wird, es keine internationalen Reisebeschränkungen gibt (zwingend um die Ausbreitung einer Seuche wirksam zu vermeiden) und wir keine tausend Todesopfer zu beklagen haben, bleibt jede Massenimpfung ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Man muss eben die Verhältnisse wahren – und da hilft es nur, jetzt mit der normalen Influenza zu vergleichen und nicht etwa mit Ebola oder der Spanischen Grippe. Die WHO wird übrigens keine Zahlen mehr über Todesopfer und Schweinegrippe-Infizierte verbreiten, die Zählung wurde offiziell eingestellt.

(asd)

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14 Antworten zu Die Schweinegrippe: Nur Tote können jetzt noch die Impfbereitschaft steigern

  1. Dass sich mit der Angst der Menschen gutes Geld verdienen lässt, zeigt der aktuelle Impfwahn. Zum Glück sind die Menschen der cleveren Idee nicht ohne Weiteres auf den Leim gegangen. Dass ein großer Klüngel hinter all dem steckt, ist bei näherer Betrachtung offensichtlich:

    http://www.der-dauernoergler.de/2009/10/27/massenimpfung-ohne-masse/

  2. Leon sagt:

    „Nur Tote können jetzt noch die Impfbereitschaft steigern“ – Kommt drauf an. – „TOD DURCH TAMIFLU®“

    „18.11.2005, 08:12: Guten Morgen!

    Hat einer von euch heute die Süddeutsche gelesen??
    12 Leute sind an Tamiflu gestorben!!!
    WHO überlegt sofortiges verbot!“
    http://www.symptome.ch/vbboard/bakterien-viren-parasiten/2296-tod-tamiflu.html

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  6. […] sind gefragt wie nie. Skeptiker warnen vor einer Mutation der Viren mit fatalen Folgen. Schlimmstenfalls, so die These, könnte H1N1 zu einem Killer werden, der die Menschheit dahin rafft und sich zügellos […]

  7. […] Die Schweinegrippe: Nur Tote können jetzt noch die Impfbereitschaft steigern » […]

  8. […] angeblich an der Schweinegrippe gestorben. Bei 80 Millionen Einwohnern ist das eine ganze Menge und jeder Tote ist ein Toter zuviel, auch für die angeschlagenen Nerven der verängstigten Bundesbürge…. Deswegen schlagen Experten nun Alarm: Alle Bundesbürger, besonders kleine Kinder, müssen […]

  9. Martin Eitel sagt:

    Was die großzügige vom Bund zugesagte „Entschädigung“ bei Impfschäden betrifft, sollte sich jeder darüber im klaren sein, dass hier nicht Entschädigungen nach zivilrechtlichen Maßstäben für Arztfehler oder die Ersatzansprüche nach dem Arzneimittelgesetz als Maßstab gelten. Es geht vielmehr nach Sozialrecht und daher um Beträge auf einem ganz niedrigen Niveau, das eventuell gerade einmal zum Überleben reicht, wie das auch die Tausende Opfer der Pillendreher von Grünenthal (Thalidomid) erlebt haben.

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