Deutscher Blitzkrieg für Opel: „Mit Opel gehen wir durch dick und dünn“


©GNU – Deutsche Soldaten in Italien: Mit dem „Opel Blitz“ durch dick und dünn

Hätte man vor einigen Jahren mal behauptet, dass General Motors pleite gehen könnte, man wäre höchst wahrscheinlich für bekloppt erklärt worden. Sonntagnacht gingen die Meldungen durch die Presseagenturen: General Motors, der Mutterkonzern von Opel, wird am 01.06.2009, um 14:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit, Insolvenz anmelden. Aber immer schon die Contenance bewahren, liebe Steuerzahler, denn mit Opel gehen wir durch dick und dünn – auch durch die Weltwirtschaftskrise.

Dass Opel des „Deutschen liebstes Kind“ ist, hat sozusagen tiefe Traditionen: Von Adam Opel gegründet, fängt das Unternehmen 1862 mit der Herstellung von Nähmaschinen an. Und 1886 bis 1940 lässt Adam Opel, inspiriert durch die Söhne, zusätzlich Fahrräder herstellen. 1898 bis 1928 fängt Opel dann an, die ersten Autos und motorisierte Zweiräder zu produzieren. Gerätschaften, die schon im ersten Weltkrieg kriegswichtige Bedeutung erlangen und Opel unentbehrlich für die Rüstungsindustrie machen. „Am 17. März 1929 verkauften Wilhelm von Opel und sein Bruder Friedrich Opel zunächst 80 Prozent der Unternehmensanteile an den amerikanischen Automobilkonzern General Motors (GM)“ Quelle: wikipedia
Kurz danach kam die Weltwirtschaftskrise und GM übernahm das Unternehmen dann vollständig. Der Name Opel blieb aber. „Die Opel-Brüder konnten dabei durchsetzen, dass sie Mitglieder des Aufsichtsrates blieben und Fritz von Opel den Vorstand leitete. Außerdem blieb der Name Opel und eine eigenständige Modellpolitik erhalten“. Quelle: wikipedia

Nach der Weltwirtschaftskrise von 1929 kam der zweite Weltkrieg und Opel wurde wieder zum Großlieferant der Wehrmacht. An „Blitzkrieg“ ohne Opel war seinerzeit gar nicht zu denken. Opel brachte das Deutsche Reich zum Rollen. der Opel Blitz, Von den deutschen Wehrmachtstruppen äußerst geschätzt, war ein wichtiger Bestandteil der hochmotorisierten und damals hochmodernen deutschen Truppen.  Als der Mutterkonzern in Amerika zu knurren anfing, wurde die Produktion von Opel-Teilen kurzerhand von den Mercedes-Benz-Werken übernommen. In Zeiten, wo mit Multimilliarden-Milliönchen großzügig jongliert wird, und die globale Wirtschaftskrise die Volkswirtschaften so viel kostet wie ein Weltkrieg, lässt deutscher Anstand und Heldenmut Opel in der Krise natürlich nicht einfach so sitzen. Seit gestern steht fest: General Motors ist pleite, Opel bleibt deutsch – und Amerika bleibt Amerika!

(jmh)

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