25. April 1983: Gerd Heidemann und die Hitler-Tagebücher – Interviews


©behind  –  Der größte Presseskandal: Die Hitler-Tagebücher

Am 25. April 1983 stellt der STERN auf einer Pressekonferenz seine größte Sensation vor: Die Hitler Tagebücher. Tagebuch-Beschaffer Gerd Heidemann ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dieser Tag als größter Presseskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte in die Geschichtsbücher eingehen wird. Europas größte Illustrierte fällt an diesem Tag auf die Feder des größten Meister-Fälschers herein, sein Name ist Konrad Kujau.

Noch 26 Jahre nach dem publizistischem Desaster hält das Interesse am Tagebuch-Skandal unvermindert an. Wie konnte so ein Skandal überhaupt passieren? Haben internationale Geheimdienste beim Tagebuch-Skandal mitgemischt? Wo sind die verschollenen Stern-Millionen? Sollte der STERN an die Wand gefahren werden? Und wer sind die wahren Schuldigen dieses Desasters? Fragen, die bis heute immer noch nicht ganz gelöst und aufgeklärt sind.

Abfindungen in Millionenhöhe
Zum 25-jährigen Jubiläum des Tagebuch-Skandals hat der ehemalige stellvertretende Chefredakteur beim STERN, Michael Seufert, den Fall noch einmal in einem Buch aufgearbeitet. Spannender Inhalt, aber leider ohne ausreichende Quellenangaben und Interviews mit beteiligten Personen. Seuferts Buch blieb nur eine von vielen persönlichen Versionen zum Tagebuch-Skandal. Während die damaligen STERN-Chefs Abfindungen in Millionenhöhe kassierten, wanderten Gerd Heidemann und Konrad Kujau in den Knast. Konrad Kujau starb Jahre später an Krebs und Heidemann verkroch sich in einer Altonaer Zwei-Zimmer-Wohnung, wo er auch heute noch Akten sortiert und die Wahrheit über die Hitler-Tagebücher wie einen Gral behütet.

Alle Jahre wieder, zum Jahrestag der Hitler-Tagebücher, pilgern verschiedene Fernsehsender und Tageszeitungen aus aller Welt zu dem gefallenen Star-Reporter des STERN, um seine Geschichte zu hören. Sie berichten dann vom ehemaligen Stern-Reporter Gerd Heidemann, der in seinen blutenden Wunden liegt, vom Star-Reporter, der einst mit Millionen in Plastiktüten die Hitler-Tagebücher beschaffte und nun zum Sozialfall wurde.

Einige der Interviews, die Gerd Heidemann im letzten Jahr verschiedenen deutschen Zeitungen gab, haben wir zu Recherchezwecken zusammengefasst.

Interviews: Gerd Heidemann über die Hitler-Tagebücher:
Gerd Heidemann: Interview mit Vanity Fair
Gerd Heidemann: Interview mit der Frankfurter Rundschau
Gerd Heidemann: Interview mit Klönschnack
Gerd Heidemann: Interview mit Spreerauschen.net
.
video Gerd Heidemann: Interview mit secret.tv

(jmh)

Mel Brooks, „To be or not to be“ (1983)

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Teil 2 Gerd Heidemann der Reporter beim Stern

Teil 3 Gerd Heidemann und der “Schwarze September”

Teil 4 Das Ressort Zeitgeschichte und das NS-Netzwerk

Teil 5 Die Tagebuch-Falle und die Säuberung des Stern

Koch kontra Seufert – Die Skandale des Stern, Michael Seufert und die Hitler Tagebücher »


5 Antworten zu 25. April 1983: Gerd Heidemann und die Hitler-Tagebücher – Interviews

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