„Die Medienkrise hat uns voll erwischt“: Spiegel Online wird eingestellt

Logo von Spiegel Online (Quelle:wikipedia)

Spiegel Online wird nach aktuellen Meldungen offenbar eingestellt. Die Medien- und Finanzkrise hat den internationalen Zeitschriftenmarkt schwer getroffen. Nachdem bekannt wurde, dass die „Vanity Fair“ in Deutschland eingestellt wird und der Kooperationspartner von Spiegel Online, die New York Times , seine Online-Redaktionen zusammenlegte, soll nun auch bei Spiegel Online kräftig gespart werden. Die Redaktion von Spiegel Online kündigte daraufhin an, die Arbeit niederzulegen.

Schon im letzten Jahr kam es zu streikähnlichen Zuständen bei der Redaktion der Hamburger Morgenpost, als bekannt wurde, dass zahlreiche Mitarbeiter entlassen werden sollen. Damals wurde ein vierköpfiges Team des Berliner Kuriers nach Hamburg geschickt, um die weitere Produktion der Mopo trotz Streik sicherzustellen. Die Mopo und der Berliner Kurier sind ist mittlerweile vom ehemaligen Besitzer David Montgomery für 152 Millionen Euro (135 Millionen Pfund) an einen russischen Oligarchen verkauft worden. „Die Medienkrise hat uns voll erwischt“, äußert sich Spiegel Online Chefredakteur Wolfgang Büchner zu dem Vorfall.  Spiegel Online war bisher die reichweitenstärkste deutschsprachige Nachrichten-Site im Internet und verzeichnete über 89 Millionen Besuche und 527 Millionen Seitenaufrufe im Monat.

Erinnerungen an bessere Zeiten: So sah die Seite von Spiegel Online 1996 aus

Spiegel Online machte 2006 bei einem Umsatz von 15 Millionen Euro zwei Millionen Euro Gewinn und ging am 25. Oktober 1994 online. Damit war Der Spiegel das weltweit erste Nachrichtenmagazin im Netz. (Quelle: wikipedia)
Seit 2002 waren Abrufe von Archiv-Beiträgen zunächst kostenpflichtig. 2007 wurden Artikel der letzten zwei Jahre und seit dem 13. Februar 2008 alle seit 1947 erschienenen Artikel kostenlos verfügbar. Seitdem sind die Einnahmen von Spiegel Online dramatisch zusammengebrochen.

(jmh)
weitere Informationen:

www.spiegel-online.de

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One Response to „Die Medienkrise hat uns voll erwischt“: Spiegel Online wird eingestellt

  1. Markus sagt:

    Es ist wahrscheinlicher, dass die Zeitschrift eingestellt wird. Die Online-Ausgabe wird so schnell nicht verschwinden. Die momentane Medienkrise ist schon schockierend für das Verlagswesen. Noch gibt es keine wirksamen Konzepte, die einbrechenden Anzeigengewinne durch Online-Ausgaben auch nur annnährend auszugleichen. Die taz wirbt jetzt sogar schon an Hamburgs Schulen für Abonnement-Spender…peinlich

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