„Geld regiert die Welt“: Zinssystem, Geldschöpfung und Weltfinanzkrise – Interview mit Prof. Dr. Bernd Senf

©Privatarchiv - Bernd Senf http://www.berndsenf.de

Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Bernd Senf ist seit 1973 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin. Er ist ein Vertreter der arbeitsmarktpolitischen Thesen von Jeremy Rifkin. Des Weiteren bezieht er sich auch auf Arbeiten von Irving Fisher und Frederick Soddy zur Geldtheorie und vertritt Positionen der Freiwirtschaft, die in den Wirtschaftswissenschaften nur in geringem Umfang diskutiert werden. (Quelle: wikipedia) Prof. Bernd Senf gehört zu den scharfen Kritikern der „zerstörerische Kraft des Zinses“.  Im Interview mit jungeMedien Hamburg erläutert er die Zusammenhänge von Zins, Wirtschaftskrise und Staatsverschuldung und erklärt, was in Zeiten der globalen Finanzkrise noch alles auf uns zukommen kann.

Herr Professor Senf, waren Sie überrascht, als es im September letzten Jahres zum Ausbruch der Weltfinanzkrise kam?

Nein, ich habe schon lange vorher – wo sich mir die Gelegenheit bot – eindringlich darauf hingewiesen, dass eine Zuspitzung der Krise unvermeidlich sein wird, wenn nicht grundlegende Veränderungen im Geldsystem eingeleitet und durchgesetzt werden.

Wie schätzen Sie die bisherigen Diskussionen um die Ursachen der Krise ein?

Die Diskussionen haben sich bisher (von wenigen Ausnahmen abgesehen) viel zu sehr an der Oberfläche bewegt – oder besser gesagt: sind dabei stehen geblieben. Ich beobachte bei vielen Wirtschafts- und Finanzexperten, in der Politik und in den meisten Medien ein  Ausweichen vor dem Wesentlichen. Die angeblichen Ursachen (zum Beispiel die Gier von Bankmanagern, die leichtfertige Kreditvergabe, das Verschleiern von Kreditrisiken durch Rating-Agenturen, die mangelnde Transparenz bei Finanzprodukten) scheinen mir mehr Symptome und Folgen tiefer liegender Ursachen zu sein, die bisher wie hinter einer Nebelwand verborgen geblieben sind. Es gibt einen dichten Nebel um die grundlegend problematische Struktur und Dynamik des bestehenden Geldsystems, und diesen „Nebel um das Geld“ gilt es zu lichten.

Können Sie das näher erläutern?

In meinem Buch „Der Nebel um das Geld“, das in erster Auflage 1996 erschienen ist (inzwischen hat es die 10. Auflage erreicht), habe ich schon im Titelbild angedeutet, dass die Verknüpfung von Geld und Zins fünf Krisentendenzen hervor treibt, die sich immer weiter zuspitzen müssen: Die Krise der Wirtschaft, der Umwelt, der Gesellschaft, des Staates und der Dritten Welt. Die Dynamik, die der Zinseszins langfristig – innerhalb von ungefähr einem halben Jahrhundert – in einzelnen Ländern bzw. global hervor treibt, ist in vieler Hinsicht destruktiv.

Inwiefern?

Der Zinseszins lässt die Geldvermögen exponentiell, das heißt in beschleunigtem Maße anwachsen. Bei 5 % Zinseszins verdoppelt sich ein Geldvermögen jeweils alle (knapp) 15 Jahre, entsprechend der Folge 1 – 2 – 4 – 8 – 16 – 32 – 64 -128 – 256 – 512 – 1024 – … Je höher der Zins, um so kürzer ist der jeweilige Verdoppelungszeitraum. Wie soll das auf Dauer möglich sein? Das Wachstum der Geldvermögen setzt ja voraus, dass irgendwo anders im Gesamtsystem die Verschuldung spiegelbildlich wächst, denn es sind letztendlich die Schuldner, die mit Zinsen und Tilgung der aufgenommenen Kredite das Wachstum der Geldvermögen auf Seiten der Gläubiger ermöglichen.

Was folgt daraus für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung?

Dass die Verschuldung (des Staates, der privaten Unternehmen und der privaten Haushalte) ebenfalls exponentiell wachsen muss, wodurch der soziale Organismus einer Gesellschaft immer mehr mit Zinslasten belastet wird. Ich sage deswegen: Der Zins ist der Krebs des sozialen Organismus. Diesen wesentlichen Zusammenhang aufzuzeigen ist immer noch tabu: Ich nenne das „Zinstabu“.

Info: „Wie funktioniert Geld? Satirischer Informationsfilm, der aus der Perspektive von ausserirdischen Eroberern einen Blick auf unser Geld- und Bankensystem wirft. Aliens haben das Geld erfunden, um die Erde und ihre Bewohner auszubeuten. 3-teiliger Animationsfilm zur Erklärung des Geld- und Bankenwesens. Ein 10 Punkte Plan zur effizienten Ausbeutung eines Planeten mit halbintelligenten Lebensformen.“
video Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrw…
video Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=aK2yZl…
video Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=0VOtdQ…

www.maxvonbock.de

Kann der Staat seine Schulden eigentlich noch los werden?

Wir erleben jetzt in unserem Land und in vielen anderen Ländern innerhalb der EU, dass wir der Gefahr des Staatsbankrottes unterliegen. Und eine andere Verlaufsform ist, dass das Geld immer mehr entwertet wird. Im Jahr 1923 als wir die Hyperinflation in Deutschland hatten, waren die ganzen Staatsschulden – die sich über viele Jahre aufgetürmt hatten – auf dem Höhepunkt der Inflation nur noch so viel Wert, wie ein Stück Brot. Das heißt, dass der Staat und alle anderen Schuldner sich aus der Schuld herauswinden, indem die Schulden entwertet werden. Das wiederum heißt auf der anderen Seite, dass die Geldvermögen (Spareinlagen) entwertet und vernichtet werden – und das sind dramatische Konsequenzen.

Was hat jetzt der Zins mit der Weltfinanzkrise zu tun?

Das Zinssystem treibt innerhalb der einzelnen Länder und global eine wachsende Verschuldung hervor mit der unvermeidlichen Folge, dass immer mehr Schuldner unter der wachsenden Schuldenlast zusammenbrechen müssen. Denn das Wachstum der realen Produktion von Gütern und Dienstleistungen kann auf Dauer – in einer Welt begrenzter Ressourcen und Absatzmärkte – unmöglich mit dem vom Zins geforderten Wachstum mithalten. Das Entsprechende gilt für die dinglichen Sicherungen der Kredite, die deswegen systembedingt immer unzureichender werden müssen. Unter dem „monetären Stauungsdruck“ der Geldanleger werden die Banken und Investmentfonds geradezu zu immer leichtfertigerer Kreditvergabe gezwungen, wenn sie nicht auf den Geldern sitzen bleiben wollen.

Sind die faulen Kredite – wie etwa bei der Hypothekenkrise in den USA – insofern systembedingt?

Ja, so ist es. Die Hypothekenkrise war nicht etwa die Ursache, sondern sie war selbst nur eine Folge des Zinssystems. Und um die Fäulnis der Kredite zu verbergen, haben sich die Banken und Rating-Agenturen alle möglichen Schwindeleien einfallen lassen und die eigentlich schon zum Himmel stinkenden faulen Forderungen in Pakete mit einer schönen Verpackung geschnürt und etwas Parfüm der Marke AAA darüber gesprüht. Dann haben sie diesen gut getarnten finanziellen Giftmüll als „Finanzinnovation“ in die ganze Welt verkauft, und alle – auch scheinbar seriöse Banken – haben dieses Spiel mit gespielt, bis der ganze Schwindel aufflog. Und nun sollte der Staat einspringen und den Banken die Forderungsausfälle ausgleichen – auf Kosten der Steuerzahler. „Den Letzten beißen die Hunde“, und die Letzten sind in diesem Falle die meisten Staatsbürger, die wohl deswegen „Staatsbürger“ heißen, weil sie letztlich für die Staatsschuld bürgen.

Was wären denn nach Ihrer Auffassung notwendige Konsequenzen aus der Weltfinanzkrise?

Wenn man schon lange Jahre und Jahrzehnte den Kritikern des bestehenden Geldsystems wenig Beachtung geschenkt und sie weitgehend ignoriert oder gar diffamiert hat, dann sollten man mindestens jetzt die von ihnen eingeforderten grundlegenden Reformen des Geldsystems ernst nehmen und öffentlich diskutieren – anstatt lediglich mit Unsummen von neu geschöpftem Geld lediglich die Symptome zu bekämpfen und dabei schlimme Risiken und Nebenwirkungen (wie Staatsbankrott oder Hyperinflation) zu provozieren.

Die marktradikalen Prediger des Neoliberalismus, die der ganzen Welt erzählt haben, dass deregulierte Märkte (einschließlich der spekulativen Finanzmärkte) im Zuge der Globalisierung zu weltweit wachsendem allgemeinen Wohlstand führen würden, sollten ein für alle Mal ausgedient haben. Diese Ideologie und ihre globale Umsetzung ist gescheitert. Um so absurder ist es, wenn nun manche ihrer Vertreter als Sachverständige zur Rettung herangezogen werden. Das ist gerade so, als würde man die Brandstifter zu Feuerwehrleuten und Feuerschutzbeauftragten machen.

Welche Reformen des Geldsystems würden Sie als notwendig einfordern?

Das kann ich hier nur thesenartig in den Raum stellen. In meinen Veröffentlichungen und in meinen Internet-Videos zur Weltfinanzkrise– die übrigens in wenigen Wochen zum großen Renner mit bis zu 60.000 Zugriffen geworden sind), habe ich die Zusammenhänge jeweils ausführlich abgeleitet und begründet:

  1. Überwindung des Zinssystems durch umlaufgesicherte Indexwährung
  2. Geldschöpfung nur in öffentliche Hand
  3. Zinsfreies Geld für den Staatshaushalt
  4. Unterbindung der Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken aus dem Nichts
  5. Staatliche Förderung alternativer Geldsysteme (Regionalwährungen u.a.)
  6. Schließen von Steuerflucht-Oasen
  7. Börsen- und Devisenumsatzsteuer zur Dämpfung von Spekulation

Welche Bedeutung kommt der Geldschöpfung im Zusammenhang der Finanzkrise zu?

Die seit langem praktizierte (aber kaum thematisierte) Geldschöpfung der Zentralbanken und Geschäftsbanken aus dem Nichts und das Einfließen dieses Geldes (bzw. Giralgeldes) in den Wirtschaftskreislauf auf dem Weg über Schuld und Kredit („Schuldgeld“) ist eine weitere wesentliche Ursache für die Zuspitzung der Krise, für das Jahrzehnte lange Füttern von Spekulationsblasen und für das Hinauszögern von längst fälligen Entwertungen spekulativ überhöhter Kurse an den Börsen (allem voran durch die amerikanische Notenbank Fed – eine von einem privaten Bankenkartell gegründete Zentralbank).Wir kennen alle den Spruch: „Geld regiert die Welt“.  Aber kaum jemand hat bisher gefragt: „Und wer regiert das Geld – und wie und mit welchen Konsequenzen?“ Auch diese viel zu lange verdrängten Fragen gehören mehr und mehr in die öffentliche Diskussion.

Im Übrigen steht ein Geldsystem, bei dem die Sichtguthaben auf den Girokonten nur zu einem Bruchteil durch Zentralbankgeld gedeckt sind, auf einem gefährlich schwankenden Boden. Es ist, also würde man einen Wolkenkratzer auf Sand oder Schlamm bauen. Ein plötzlich verstärkter Abzug von Bargeld von den Girokonten zwingt die Banken, ihre Kreditvergabe um ein Vielfaches davon zurück zu fahren – und damit die Kreditversorgung der Wirtschaft abzuwürgen. In einem „Vollgeld-System“ mit 100%iger Deckung des Giralgeldes könnte eine solche dramatische Situation in Folge eines Sturms auf die Banken gar nicht eintreten. Reformvorschläge in diese Richtung liegen schon lange vor. Sie sollten endlich zur Kenntnis genommen und umgesetzt werden. Wann, wenn nicht jetzt? Was braucht es noch für Krisen, um aus ihnen Grundsätzliches zu lernen?

Vergangene Ereignisse haben gezeigt, dass sich Momente wie diese auch in einer Revolution entladen können…

Es ist nicht auszuschließen, dass sich diese Spannungen gewaltsam entladen werden, was sicherlich nicht zu wünschen ist. Aber wenn die tieferen Ursachen nicht erkannt und behoben werden, dann können uns tatsächlich gewaltsame Entladungen drohen.
Und wir erleben auch jetzt schon in Teilen Europas, dass sich die Bevölkerungsgruppen vor Regierungsgebäude und Parlamente drängen, um ihrem Ärger Deutlichkeit zu verleihen.
Das kann erst mal der Anfang einer sich zuspitzenden Entwicklung sein.

Wie ist die Resonanz auf Ihre Betrachtungsweise der Finanzkrise?

Lange Zeit sind diese Gedanken von Geldsystemkritikern einfach ignoriert worden. Mittlerweile ist aber ein steigendes Interesse an meinen Thesen zu verzeichnen. Zumindest im Internet, wo die Videos zu meinen Vorträgen eine Zugriffsrate von 47 000 erreicht haben.
Die offiziellen Medien sind immer noch sehr zurückhaltend damit, diese Themen überhaupt aufzugreifen und diese anderen Sichtweisen in die öffentliche Diskussion zu bringen. Aber das kann sich in den nächsten Wochen und Monaten ändern.

Interview: JMH-Reporter v. Dreden

Bücher von Bernd Senf:
Der Nebel um das Geld
Die blinden Flecken der Ökonomie
Der Tanz um den Gewinn

www.berndsenf.de

Internet-Videos:videowww.dailymotion.com (Suchwort: Bernd Senf)

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16 Responses to „Geld regiert die Welt“: Zinssystem, Geldschöpfung und Weltfinanzkrise – Interview mit Prof. Dr. Bernd Senf

  1. noriba sagt:

    Bernd Senf ist ohne Zweifel einer der wenigen Wirtschaftswissenschaftler, die sich trauen, auf das wahre Problem hinzuweisen.
    Um seinen Erkenntnissen aber zu größerer Bekanntheit zu verhelfen, würde ich ihm jedoch empfehlen sich wenigstens optisch (Kleidungsstil) an die Konventionen seiner Zunft zu halten. „Taler, Taler, Du musst wandern“, „Der Rubel muss rollen“ – das ist alles korrekt, aber genauso gilt: „Kleider machen Leute“.
    Ich wünsche Bernd Senf größtmögliche Aufmerksamkeit und seinen Forderungen die besten Erfolge.

    Ich denke, dass in den Köpfen vieler Menschen gerade ein Umdenken stattfindet und hoffe, dass es noch mehr werden. Damit wir im Zuge der wohl heftigsten Krise, die unsere Welt je erlebt hat, nicht wieder zusehen müssen, wie die verunsicherten und geplagten Menschen wieder irgendwelchen teuflischen Pseudo-Alteranativ-System wie Faschismus und Kommunismus hinterherlaufen werden. Leider erleben wir diesen Umbruch bereits auf viel schleichendere und subtilere Weise.

  2. […] haben Sie womöglich den nächsten Weltuntergang verpasst. Weltuntergangspropheten haben seit der globalen Wirtschaftskrise und internationaler Schweinegrippe-, pardon, Mexikanische-Grippe-Gefahr wieder Hochkonjunktur. […]

  3. gerald depard sagt:

    jawoll jemand der die Wahrheit spricht. Der Zins ist das Problem.Wieso zahlt der staat millarden für irgendwelche Banken, sollen die doch untergehen und nur die Einlagen der Bürger gerettet werden, nicht aber das Kapital der Multimilliadäre die sich verspekuliert haben.

  4. […] Schweinegrippe könnte die durch die globale Wirtschaftskrise angeschlagenen Volkswirtschaften vor weitere finanzielle Herausforderungen […]

  5. „Wenn wir einmal die Natürliche Wirtschaftsordnung erleben, dann braucht man sie nicht mehr in Büchern zu studieren, dann wird alles so klar, so selbstverständlich. Wie bald wird dann auch die Zeit kommen, wo man den Verfasser bemitleiden wird, nicht aber, wie es heute noch geschieht, weil er solch utopischen Wahngebilden nachstrebt, sondern weil er seine Zeit der Verbreitung einer Lehre widmete, die ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht.“

    Silvio Gesell

    Seit der Erstveröffentlichung der „Natürlichen Wirtschaftsordnung“ im Jahr 1916 geht es nicht mehr darum, was unternommen werden muss, um alle Zivilisationsprobleme endgültig zu eliminieren. Auch Bernd Senf macht noch den Fehler, obwohl er sich „freiwirtschaftlich“ gibt, sich in manchen Punkten für „schlauer“ zu halten als Silvio Gesell. Das haben schon ganz andere versucht (angefangen bei Franz Oppenheimer und John Maynard Keynes, um nur die bekanntesten zu nennen), aber es funktioniert nicht.

    Nur die beiden erstgenannten der sieben von Bernd Senf genannten Punkte sind soweit korrekt, aber bereits missverständlich formuliert. Es geht nicht um eine „Überwindung des Zinssystems“, denn auch in der Natürlichen Wirtschaftsordnung bleibt der Zins selbstverständlich als notwendiger Allokationsmechanismus zwischen Kreditangebot und Kreditnachfrage erhalten. Es wird allein der durch die parasitäre Wertaufbewahrungsfunktion des heutigen Zinsgeldes hervorgerufene schädliche Zinsanteil der Liquiditätsverzichtsprämie (Urzins) durch eine staatliche Liquiditätsgebühr (konstruktive Geldumlaufsicherung) auf alles Zentralbankgeld (umlaufendes Bargeld plus Zentralbankguthaben der Geschäftsbanken) eliminiert. Alle anderen Zinsanteile bleiben als präzise Steuermechanismen erhalten.

    „Zinsfreies Geld für den Staatshaushalt“ ist eine unsinnige Forderung, denn auch in der Natürlichen Wirtschaftsordnung wird der Staatshaushalt über Steuern finanziert und nicht etwa dadurch, dass sich „der liebe Staat“ sein Geld selbst druckt.

    Die so genannte „Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken“ hat es noch nie gegeben; es handelt sich dabei um einen weit verbreiteten Mythos, der in vielen Lehrbüchern der „modernen Volkswirtschaftslehre“ zu finden ist und den man als „studierter Volkswirtschaftler“ wohl nicht los wird. Geschäftsbanken können immer nur das verleihen, was sie vorher von Sparern als Einlagen erhalten haben. Volkswirtschaftlich ist die Summe der Geldvermögen immer um die Liquiditätsreserve größer als die Summe der Kredite.

    Regionalwährungen sind „kleinbürgerlicher Schnickschnack“ und sowieso überflüssig, wenn das gesetzliche Zahlungsmittel bereits konstruktiv umlaufgesichert ist.

    Das „Schließen von Steuerflucht-Oasen“ ist reiner Populismus. Da in der Natürlichen Wirtschaftsordnung die Einkommensteuer zum „sozialen Ausgleich“ nicht mehr gebraucht wird, ist es weitaus sinnvoller, diese ganz abzuschaffen und stattdessen den Verbrauch von Naturressourcen einerseits und die Belastung der Umwelt durch Abfallprodukte andererseits zu besteuern.

    Allein durch die konstruktive Geldumlaufsicherung wird eine „Börsen- und Devisenumsatzsteuer“ überflüssig, da sich Spekulation nicht mehr lohnt.

    Was Bernd Senf hingegen „bewusst vergessen“ hat, weil er dieses wohl für „politisch nicht durchsetzbar“ hält, ist das Allgemeine Bodennutzungsrecht (Erbpachtrecht), das zwingend erforderlich ist, um die private Bodenrente und die Bodenspekulation zu unterbinden.

    Alle wesentlichen Einzelheiten werden hier erklärt:

    http://www.deweles.de/globalisierung/mut.html

    Es bleibt die Alles entscheidende Frage, welcher kollektive Wahnsinn die halbwegs zivilisierte Menschheit bis heute davon abhielt, die Natürliche Wirtschaftsordnung (ideale Makroökonomie) zu verwirklichen, da sie „ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht“. Die eindeutige Antwort auf diese Frage zeigt zugleich die überragende kulturhistorische Bedeutung der Natürlichen Wirtschaftsordnung (echte Globale Soziale Marktwirtschaft):

    http://www.deweles.de/globalisierung/phantasie.html

  6. […] geht´s zum kompletten Interview bei junge Medien Hamburg. Lesenswert sind auch Senfs Äußerungen im Tagespiegel im Februar 2009. […]

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  8. […] mehr beeinflußen kann. Hat man Geld, spürt man Kraft und Einfluß und ist doch so anhängig vom Geld, dass man eine fatalistische Ahnung davon bekommt, wie schwach man ohne sein würde. […]

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  12. sunnyromy sagt:

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  13. Wer will endlich etwas gegen System der Reichen unternehmen, der schon anfangen kann.Viele menschen wissen, dass das Schuld daran Geldsystem ist,wenn Geldsystem vernichtet wird, dann werden diejenigen, die das machen, niedergebracht sein.Geldsystem ist ein Instrument, mit dem sie uns regieren. Geldapokalypse soll von uns geeinigten Menschen beschleunigt werden, um zu gewinnen.Treten Sie zu uns volkskasse.do.am bei. MMM-Menschen Machen’s Möglich. Wir helfen uns gegenseitig und machen neue Welt.

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