Warum Wasser nicht verschwindet


©Wikipedia GNU –  Ein Foto vom Wasser in allen seinen Aggregatzuständen

Die aktuellen Nachrichten zum Wassermangel überschlagen sich: Wir müssen Wasser sparen, wir verschwenden Wasser, Millionen Menschen verdursten. Auch die Meerwasser-Entsalzung gerät dabei unter Beschuss, denn der Energieverbrauch bei diesem Verfahren sei zu hoch, so zB die EU-Umweltagentur (EEA) mit Sitz in Kopenhagen. Energie und Wasser sind auf diesem Planeten allerdings mehr als genug verfügbar, die Erde besteht zu über 70% aus Wasser,  vorhandene Sonnenenergie wird nur unzureichend genutzt. Die Zukunft liegt vor allem im Erzeugen von wirksamen Wasser- und Energiekreisläufen. Die Natur macht uns das seit Jahrmillionen vor.

Wir berichteten bereits, dass die Lösung des globalen Wasserproblems sich auf die Meerwasser-Entsalzung konzentrieren wird – auch wenn einige Utopisten davon träumen, dass der globale Wasserverbrauch durch eine neue Pro-Kopf-Verteilung von Wasser reguliert werden kann -, aber warum etwas knapp reden, das in Massen verfügbar ist? Das wirkliche Wasserproblem liegt nicht im Mangel an Wasser, sondern an der mangelnden Nutzung vorhandenen Wassers und der Verschmutzung von Trink- und Meerwasser.

Im Idealfall können optimistische Experten davon ausgehen, dass die Wasserversorgung der Zukunft durch von Sonnenenergie betriebenen Meerwasser-Entsalzungsanlagen bewerkstelligt wird – die Pessimisten unter ihnen sehen eine verdurstende Welt. Wahrscheinlich stehen mehr Energie und Wasser auf diesem Planeten zur Verfügung, als wir je verbrauchen könnten.  Experten sind sich einig, dass die Welt ihren Bedarf an Energie komplett durch Sonnenenergie decken könnte: Die ungenutzte Sonnenenergie übersteigt den Weltbedarf um ein tausendfaches.

Videos zum Thema:
video Die Aggregatzustände von Wasser (YouTube)
video Meerwasser-Entsalzungsanlage selbst gebaut (YouTube)
video Made in Germany: Deutsche Aufbereitungstechnik (YouTube)

Wasser verschwindet nicht
Wir müssen es hier heute einmal klar aussprechen, dass der proklamierte „Wassermangel“ auf der Welt eine Lüge ist. Um bei einem Planeten, der zu über 70% von Wasser bedeckt ist, von Wassermangel und knappen Wasser-Ressourcen zu sprechen, bedarf es schon besonderen Veranlagung zum Dichten und Phantasieren (oder der Absicht, eine künstliche Verknappung von Trinkwasser herbeizuschaffen, um die globalen Wasserpreise zu treiben. Mit der Einführung eines „Wasserdollars“, wäre Wasser dann überall so teuer wie Benzin…). Bei den Menschen wird der Eindruck erweckt, als wenn Wasser eine knappe Ressource wäre, die ähnlich dem Erdöl – das sich nach offiziellen Angaben in Jahrmillionen gebildet hat – durch den Verbrauch verschwindet und dann nicht mehr zur Verfügung steht. Wasser wird allerdings nicht verbraucht, sondern nur gebraucht.

Anders als beim Erdöl, das jährlich knapper wird, kann Wasser nicht verbraucht werden, es ändert nur seinen Aggregatzustand. Im Chemieunterricht lernten wir die drei Zustände des Wassers auf der Welt: flüssig (Wasser), gefroren (Eis) und gasförmig (Wasserdampf). Wir lernten damals auch, dass Wasser nicht verschwindet, es ändert nur seinen Zustand. Vom Mars wissen wir, dass Wasser im gasförmigen Zustand durch die schwache Atmosphäre entweichen konnte. Auf der Erde wird dieses Entweichen in den Weltraum durch eine intakte Atmosphäre wirksam verhindert.

Regenerative Ressourcen
Natürlich darf man nicht ausblenden, dass auf dieser Welt Millionen Menschen verhungern und verdursten, denn das wäre zutiefst unmoralisch. Aber wir müssen uns auch klar machen, dass jährlich Tonnen an Nahrungsüberschüssen in Europa vernichtet werden und das Problem nicht im Mangel, sondern an der Verteilung und Ausnutzung von verfügbaren Ressourcen liegt: Statt die unabwendbare Knappheit zu beschwören, müssen Technologien und Verfahren gefördert werden, die eine bessere Ausnutzung und Verteilung verfügbarer Ressourcen ermöglichen.

Wasser ist der häufigste Naturstoff der Erdoberfläche – wobei wir hier nur von der reinen Fläche sprechen, die Tiefen der Meere und ihre Schätze sind nach wie vor unerforscht -, von den 71% der Erdoberfläche die mit Wasser bedeckt sind, fallen 97,5% als Salzwasser auf die Weltmeere. Weniger als 1% dieser weltweiten Wassermassen werden für den Erhalt der Bodenfeuchte, Grundwasser, Seen und Flüsse, Atmosphäre und Lebewesen genutzt! Das Wasser auf der Welt verschwindet nicht, es gehört zu den regenerativen Ressourcen und ist seit Urzeiten in allen möglichen Kreisläufen unterwegs.

(msc/gk)

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5 Antworten zu Warum Wasser nicht verschwindet

  1. […] Warum Wasser nicht verschwindet « Junge Medien Hamburg e.V. sagt: März 18, 2009 um 5:22 […]

  2. Sven sagt:

    Hi! Danke für den schönen Beitrag. ich werde ihn in der Schule für ein referat benutzen. Wirklich ganz toll

  3. Karl Marx sagt:

    Endlich mal jemand, der die Wahrheit ausspricht. karl Marx wäre stolz auf euch. wir werden von oben bis unten verarscht. Danke!

  4. Marx Karl sagt:

    ich libe markus

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