Das Geheimnis von Passau: Was sah Polizeipräsident Alois Mannichl wirklich?

Der Fall des Passauer Polizeipräsidenten Alois Mannichl wird immer undurchsichtiger. Nachdem der Leitende Oberstaatsanwalt, Helmut Walch,  der Öffentlichkeit mitteilte, dass die bundesweit veröffentlichten Phantombilder der mutmaßlichen Täter unbrauchbar sind, gibt es immer neue Spekulationen.

Kritiker stellen Mannichl die Frage, warum die Beschreibungen der Täter so vage ausfallen. „Da kann ich nur lachen. Wenn’s ums blanke Überleben geht, denkt man nicht darüber nach, welche Schuhgröße der Täter hat“, sagte Mannichl der Münchner „Abendzeitung“ (quelle: welt.de). Hat Mannichl am Tatabend möglicherweise gar nichts gesehen? Sind seine Beschreibungen aus der Luft gegriffen, weil er rechte Täter zwar vermutet, aber die Täter nicht beschreiben kann?

Das würde teilweise auch die recht exotische Beschreibung der mutmaßlichen Täter erklären. Etwa um keine unschuldigen Personen ins Kreuzfeuer der Ermittlungen geraten zu lassen? Eine solche Handlung wäre durchaus nachvollziehbar: Mannichl vermutet die Attentäter offensichtlich in der rechten Szene, auch wenn er keine Beweise dafür hat. Man braucht wohl nicht davon auszugehen, dass er sich mit dem Messer selber angegriffen hat.

Der oder die Täter bleiben unerkannt
Laut  Mannichl handelt es sich bei einem der Täter „um einen glatzköpfigen, etwa 1,90 Meter großen Mann. Außerdem habe er eine große Tätowierung oder ein Muttermal hinten am Hals.“ (quelle: südddeutsche.de) Was auch immer an dem besagtem Abend des 13.12.2008 geschehen ist, fraglich bleiben auch die Parolen „linkes Bullenschwein“ und „viele Grüße vom Nationalen Widerstand“, die Mannichl am Tatabend gehört haben will. Sollten der oder die Täter nicht dem rechten Spektrum zuzuordnen sein, wäre das ein unsagbares Fiasko. In dem Fall wäre es vielleicht noch besser, gar keine Täter zu finden. Der propagandistische Effekt für die rechte Szene wäre vorprogrammiert.

Der Aufschrei ist allerdings nicht gänzlich unbegründet:  Zu voreilig war man hier wieder mit Beschuldigungen.  Zu sparsam wurde im Konjunktiv über Verdächtigungen berichtet, weil man sich seiner Sache sicher war. Nicht auszudenken, wenn am Ende alles anders war. Hoffen wir alle, dass der Täter kein besoffener Trottel aus der Nachbarschaft war, der sich lediglich ein Stück vom Lebkuchen abschneiden wollte.

Für die Öffentlichkeit bleibt zu hoffen, dass der Fall-Mannichl bald aufgeklärt wird.

(asd)
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