Uri Geller auf UFO-Jagd: Auch Okkultisten suchten schon 1919 nach Außerirdischen


©Public – Zeichnung eines angeblichen Alien

Millionen Zuschauer beobachteten am Wochenende das Schauspiel vor dem Fernseher, als Uri Geller auf ProSieben mit telepathischen Kräften versuchte, außerirdische Intelligenzen zu kontaktieren. Gleich im Anschluss war Nina Hagen in einer Sonderdokumentation „Nina Hagens Ufo-Jagd – Auf Alien-Suche in Roswell“ auf der Suche nach Aliens im legendären Roswell. Was hier am Samstagabend Uri Geller nicht ganz gelingen wollte, versuchten bereits Okkultisten fast hundert Jahre vorher: Die Kontaktaufnahme mit Wesenheiten aus einer anderen Dimension durch Gedankenübertragung.

Albert Einstein höchstpersönlich schrieb das Vorwort des 1930 von Upton Sinclair erschienenen Buches „Mental Radio“ (Geistige Funkwellen; dt. Buchausgabe: „Radar der Psyche“). Die dort enthaltenen Theorien und geistig-psychischen Untersuchungen des Autors bergen interessante Ansichten. Wissenschaftlich untersucht wurden verschiedene Formen der Telepathie und Gedankenübertragung. Das Resultat der Untersuchungen: „Die moderne Wissenschaft nimmt an, daß es sich um einen Vorgang ähnlich dem Radar handelt: um die Aussendung bestimmter elektromagnetischer Wellen durch eine Psyche und dem Empfang ihres Echos durch eine andere.“

Die Kommunikation mit anderen Intelligenzen
Schon lange vor der Erfindung der riesigen Radioteleskope, die das Weltall nach außerirdischen Radiosignalen abhorchen und von der Erde Signale weit ins All schießen, gab es Überlegungen dazu, wie man wohl mit anderen Intelligenzen kommunizieren kann. Um mit Wesen aus anderen Welten oder Dimensionen zu kommunizieren, schien die Gedankenübertragung – auch Telepathie genannt – geeignet.

In sogenannten okkulten Sitzungen wurde bereits 1582 versucht, mittels konzentrierter Gedanken durch ein sogenanntes „spirituelles Medium“ ( Sender und Empfänger) eine Kontaktaufnahme in andere Welten herzustellen. Moderne Science-Fiction Romane wie Perry Rhodan greifen in ihren Weltraumerzählungen auf diese Form der Kommunikation zurück. In der Futurologie und Sciencefiction der Gegenwart ist Telepathie – also Kommunikation mittels Gedankenübertragung durch Raum und Zeit – die gepriesene Kommunikationsform der zukünftigen Menschheit.

Sigillum Dei - das Siegel Gottes

Dr. John Dee und die Sprache aus einer anderen Welt
Am 10. März 1582 empfängt der Mathematiker, Geograph und Entwickler von Navigationsinstrumenten, Dr. John Dee, angeblich eine Sprache aus einer anderen Welt. John Dee, der auch Hofastrologe und Berater der englischen Königin Elisabeth I. ist, hält an diesem Tag eine okkulte Sitzung mit dem Medium Edward Kelley ab. Während Kelley sich in Trance befindet, empfängt er eine komplette Sprache mit vollständig individuellem Alphabet, Wortschatz und Grammatik, die von Dr. John Dee nach dem Diktat von Kelley aufgeschrieben wird.

Später geht diese Sprache als magische Sprache in die Geschichte ein: Henochisch, angebl. die Sprache, die Gott nutze, um mit seinen Engeln zu kommunizieren. Dr. John Dee war zu diesem Zeitpunkt einer der größten Gelehrten seiner Zeit und besaß die umfangreichste und größte Bibliothek in ganz England und eine der größten Europas.

H. R. Giger's "Necronomicon"

H. P. Lovecraft und das Buch Necronomicon
Nach seinem Tod 1938 gelangt der Autor Howard Phillips Lovecraft noch einmal zur unsterblichen Berühmtheit. Das Buch der toten Namen, das „Necronomicon“ (The History of the Necronomicon) wird veröffentlicht. Der Inhalt des Buches ist eine fiktive Geschichte: Angeblich beruht der Inhalt auf Fragmenten einer arabischen Schrift aus dem Jahre 730 n. Chr. von dem Schriftsteller Abd Al’Azrad (auch Abdul Al’hazred genannt). Dieser soll ein Buch unter dem Titel „Kitab Al’Azif“ (arab. Das Summen der Insektenwesen od. Wüstendämonen) verfasst haben, in dem er von Gottheiten und vormenschlichen Rassen auf der Erde berichtet.

Vor mehreren hundert Millionen Jahren, so die Schrift, seien Wesenheiten aus einer weit entfernten Galaxie, oder eines anderem Teil des Universums, auf unsere Erde gekommen. Diese Wesen unterliegen keinen von uns bekannten Naturgesetzen und werden auch die „Alten“ oder die „Großen Alten“ genannt.
Ihr Anführer ist Cthulhu, eine nach menschlichen Maßstäben unsterbliche und mit überirdischen Kräften ausgestattete Gestalt samt Gefolge. Im Necronomicon befinden sich Anleitungen, wie mit diesen interstellaren Wesen Kontakt aufgenommen werden kann, so z.B. Namen und Beschwörungsformeln der einzelnen Wesenheiten und Anleitungen zum öffnen von Portalen in andere Dimensionen. Dem angeblich arabischen Original dienten Quellen, die Abdul Al’hazred bei seinen Forschungen nach vergangenen Hochkulturen in Ägypten und Babylon entdeckt haben will.

„Al’Azrad behauptet, im sagenumwobenen „Irem“ (Iram), der „Stadt der Säulen“, gewesen zu sein und dort in den Überresten einer namenlosen Stadt mitten in der Wüste die Geheimnisse und Aufzeichnungen über eine Rasse mächtiger Wesen gefunden zu haben, die älter sei als die Menschheit.
Die Kopien der arabischen „Originalversion“ mit ihren arkanen Symbolen und verwirrenden Sternkarten seien seit dem 13. Jahrhundert verschollen. Im 19. Jahrhundert tauchten nach der Erzählung Lovecrafts einige Ausgaben in Los Angeles auf, wurden jedoch bei einem Feuer zerstört. Der englische Hofmagier Dr. John Dee soll im Jahre 1586 eine englische Übersetzung angefertigt haben, die niemals gedruckt worden sei und nur noch bruchstückhaft vorliege.“ quelle: wikipedia

Crowley's Zeichnung von "Lam", ca. 1919

Aleister Crowley und der Psi-Kontakt mit „Lam“
Im April 1904 stellt der englische Okkultist und Magier, Aleister Crowley, geistigen Kontakt zu einer Wesenheit her, die er Aiwaz nennt. Während des telepathischen Kontakts wird ihm, so behauptet er, das „Buch des Gesetzes“ (Liber AL vel Legis) übertragen, auf dessen Grundlage er sein philosophisch-religiöse System Thelema begründet. Die zentrale Aussage der neoreligiösen Lehre: „Tu was du willst, soll sein das ganze Gesetz.“ In Crowleys Werken tauchen auch vereinzelt Parallelen zu Lovecrafts Necronomicon und dem Cthulhu-Mythos auf, was darauf schließen lässt, dass der eine vom anderen in irgendeiner Weise beeinflusst worden ist. Im Jahr 1919, Aleister Crowley befindet sich zu der Zeit in New York, fertigt Crowley eine ungewöhnliche Zeichnung an.

Cover des New York Times Bestsellers v. 1987 "Communion"

Auf der Zeichnung zu sehen ist eine Wesenheit, mit der er während einer Channeling-Sitzung in geistigem Kontakt gestanden haben will. Er nennt dieses Wesen „Lam“.
Die Zeichnung des kleinen graue Mannes mit dem ungewöhnlichen Schädel wird Jahrzehnte später in okkulten Kreisen wieder interessant und sorgt für Aufsehen. Mittlerweile kursieren Zeichnungen von sogenannten kleinen grauen Wesen „Greys“, die angeblich Menschen entführen und Experimente mit ihnen durchführen. Whitley Strieber’s „Die Besucher“ (Communion) wird 1987 zum New York Times Bestseller.

Auf dem Cover des Buches angeblich die Zeichnung einer interstellaren Wesenheit mit großem Schädel und insektenartigen Augen.

(jmh)

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3 Responses to Uri Geller auf UFO-Jagd: Auch Okkultisten suchten schon 1919 nach Außerirdischen

  1. Kunie Enoki sagt:

    Uri Geller ist eine Entertainer-Maschine. Er ist erwiesenermaßen ein Trickbetrüger.
    Aber trotzdem, interessanter Artikel! Viel Spaß noch beim Orakeln! 🙂

  2. […] Uri Geller auf UFO-Jagd: Auch Okkultisten suchten schon 1919 nach Außerirdischen » […]

  3. Wiedzmin sagt:

    Also ich bin Okkultist, und suche nicht nach „Außerirdischen“.
    Ich kann nur hoffen, daß keine hierher kommen, sie wirden gewiss unter BESCHUSS genommen, noch ehe man wüsste ob sie vieleicht FRIEDLICH seinen könnten…..

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