Hommage an Lola Rogge / Lola-Rogge-Schule feierte 100. Geburtstag der Gründerin

Lola Rogge Schule
©JungeMedien Hamburg/C. De Pooter

Tanzen ist ein Ritual, eine Berufstätigkeit, eine Sportart oder schlicht ein Gefühlsausdruck. Für Lola Rogge bedeutete es ihr Leben. Die Lola-Rogge-Schule feierte den 100. Geburtstag ihrer Gründerin mit einer großartigen Performance und einem bunten Querschnitt durch die Klassen.

Sie war die Schöpferin des Tanztheaters, Pionierin des Freien Tanzes und eine engagierte Pädagogin. Im Jahr 1908 geboren, erlebte sie zwei Weltkriege, die Hoffnungen, Pläne und beinahe ihre Existenz zerstörten. Doch sie hielt an ihren Zielen fest: 1927 gründete sie ihre eigene Tanzschule, bereits sechs Jahre später inszenierte sie mit großem Erfolg ihr erstes Tanzschauspiel „Thyll“, woraufhin weitere folgten.

Am 5. & 6. Juli 2008 wurde der 100. Geburtstag der Hamburgerin vor allem deshalb gefeiert, weil die Schule überdauerte und die Gründerin in ihr weiterlebt. Nicht nur Schüler aller drei Jahrgänge sondern auch Lehrer zeigten unter dem Motto: „L.R. Memory“ moderne, folkloristische sowie klassische Choreographien.
Trotz sommerlicher Temperaturen war der Performance-Raum im Kiebitzhof gefüllt mit erwartungsvollen Zuschauern. In der Pause lud eine Ausstellung ein, mehr über das Leben der Pionierin des deutschen Ausruckstanzes zu erfahren. Als Nachfolgerin ihrer Mutter leitet Christiane Meyer-Rogge-Turner die Schule seit 1977.

Das Erbe Lola Rogges
Sie trägt an diesem besonderen Tag ein blau-weißes Kleid, das ihrer Mutter gehörte. Auf die Frage hin, was sie ihren Schülern mit auf den Weg geben möchte, antwortet sie voller Überzeugung: „viel Lebensmut, denn immer mehr junge Menschen verbringen ihre Freizeit vor dem Computer und verlieren so ihre sozialen Kontakte. An meiner Schule gebe ich ihnen die Chance ihre kreative Ader zu entdecken und Freude an ihrem Körper zu entwickeln.“ Von ihren Schülern liebevoll „Mütze“ genannt, scheint ihr diese Arbeit sehr gut zu gelingen.

Zum Schluss gibt sie mir noch auf den Weg, dass ihre Mutter vor allem darauf bedacht war, dass die Bewegungen ihrer Schüler intensiv ausgeführt wurden und sie ihren Körper mit ganzem Bewusstsein wahrnahmen. Das Erbe von Lola Rogge: neue Wege zu gehen, das Sprengen von Konventionen, die sich um nichts scherende Kreativität und die hohe Kunst der tänzerischen Improvisation, lebt also weiter.
Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann am 05.Oktober im Altonaer Theater live die Choreographien des Abschlussjahrgangs 2008 erleben.

(cdp)
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3 Antworten zu Hommage an Lola Rogge / Lola-Rogge-Schule feierte 100. Geburtstag der Gründerin

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