Wun Hop Kuen Do – mehr als nur ein Sportverein, eine Kampfsportfamilie!Teil1

Sigung Al Dacascos mit Frau Melvin Leed
©JungeMedien Hamburg – Sigung Al Dacascos (rechts) mit Frau Melvin Leed in Hamburg

Der Begründer des in Hamburg wohl populärsten und bekanntesten Kung-Fu Systems Wun Hop Kuen Do, Al Dacascos, war wie jedes Jahr anlässlich der Dacascos Schwarzgurtprüfungen und der Dacascos Open in der Stadt. Reporter von JungeMedien Hamburg haben diese Gelegenheit genutzt, etwas Einblick in das Vereinsleben zu bekommen.

Sigung (chin. Gründer eines Stiles) Al Dacascos begann mit 11 Jahren auf Hawaii unter Sensei (jap. Lehrer) Chong, Sensai Sullivan und Sensei „Gummimann“ Higami, Judo und Jiu Jiutsu zu trainieren. Etwa zur gleichen Zeit erlernte er auch den Stil Choi Lei Fut von Mile Chong. Besonders interessierte ihn aber das Kempo Karate System, Kajukenbo. Mit 18 Jahren erhielt er von Sifu (chin. väterl. Lehrer, Meister) Sid Asuncion seinen Schwarzgurt in Kajukenbo. Danach beschloss er direkt an der Wurzel des Kajukenbo seine Fähigkeiten noch weiter zu verfeinern. Er wurde von Professor Adriano Emperado, einem der Begründer des Kajukenbo, persönlich unterrichtet. Sein Training dort ging über das Physische hinaus. Hier lernte er seine Technik zum Leben zu erwecken. 1965 zog er nach Kalifornien. Dort trainierte er Kung-Fu Stile wie Siu Lum und Hung Gar unter Paul Ing, Sifu Ron Lew und Professor Wong Jack Man. Dies beeinflusste sein Verständnis der Kämpfkünste so stark, dass er 1968 seinen eigenen Stil „Wun Hop Kuen Do“ entwickelte.

In den USA bestritt er viele Wettkämpfe erfolgreich und erhielt mehrere Auszeichnungen. Unter anderem wurde er vom Black Belt Magazin 1977 zum Kampfkünstler des Jahres ernannt. Er gab auch viele Seminare in den großen Metropolen Europas und der USA, so wurde auch das Militär und andere Regierungsbehörden auf seine Techniken aufmerksam. In den USA hat er Beamte des FBI, die Hawaiian Metro Squad, die US Army Airborne Rangers, sowie einige US Marshals unterrichtet. Er unterrichtete in Deutschland sogar einige Einheiten der Bundeswehr und der Hamburger Polizei.

Die Blüten des Al Dacascos – Acht Jahre lebte er in Hamburg
Nach einem seiner Seminare in Deutschland wurde er gebeten, etwas länger zum Unterrichten in Hamburg zu bleiben. Zuerst sollten es nur einige Monate sein, doch daraus wurden dann acht Jahre, die er in Hamburg verbrachte und die Sifus (Lehrer) unterrichtete. Jeder der Sifus eröffnete dann seine eigene Schule. Ihren Schülern nehmen sie gegenseitig die Prüfungen ab. Das gewährleistet ein einheitliches Level im „Wun Hop Kuen Do“. Jeder Sifu hat mindestens ein Gebiet auf dem er ein Experte ist. Schüler aus den anderen Schulen können dann auch bei dem jeweiligem Sifu mittrainieren. So gibt es ein schulenübergreifendes Dacascos Show Team sowie ein A-Team (für Fortgeschrittene im Semi-, Leicht- und Vollkontakt).

Sigung Al Dacascos vergleicht sein System mit einem Baum: Erst wachsen die Wurzeln, dann der Stamm, die Äste, Blätter und zum Schluss die Blüten. Er hat seine Wurzeln im Kajukenbo, sein solider Stamm ist das Wun Hop Kuen Do, die Äste sind die Sifus, die Blätter die Schüler und die Blumen sind die Champions des Wun Hop Kuen Do. Zu den Champions des Wun Hop Kuen Do zählen unter anderem der Schauspieler und ungeschlagene europäische Champion in Form und Wettkampf, Al Dacascos’s Sohn, Mark Dacascos, Al’s damalige Frau Malia Bernal, Karyn Turner, Karen Shephard, Emanuel Bettencourt, Christian Wulf, Bill Owens, „King of Kata“ Eric Lee und Howard Jackson.

(sej)
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8 Responses to Wun Hop Kuen Do – mehr als nur ein Sportverein, eine Kampfsportfamilie!Teil1

  1. […] in vielen anderen Kampfsportarten, so gibt es auch im Wun Hop Kuen Do ein Graduierungssystem mit farblich abgestuften Gürteln. Die unteren Gurtprüfungen sind für die […]

  2. […] Wun Hop Kuen Do – mehr als nur ein Sportverein » […]

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