Wun Hop Kuen Do – Gurtprüfung und Seminare Teil2

Ron Lew, Dacascos Open 2008, Hamburg Wandsbek
©behind-media – JMH-Reporter mit Ron Lew (rechts)

Wie in vielen anderen Kampfsportarten, so gibt es auch im Wun Hop Kuen Do ein Graduierungssystem mit farblich abgestuften Gürteln. Die unteren Gurtprüfungen sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Erst bei der Schwarzgurtprüfung können Freunde und Familie zuschauen. Diese Prüfung wird auch direkt von Sigung Al Dacascos und allen Sifus abgenommen. Alle frischen Schwarzgurte, die dieses Jahr die Prüfung bestanden haben, können stolz auf ihre Leistungen sein.

Die jungen Schwarzgurte durften dann auch gleich am anschließenden Schwarzgurtseminar mit Sigung Al Dacascos teilnehmen. Der Ablauf war wie in einer regulären Trainingseinheit. Zuerst wurde sich ausgiebig aufgewärmt und gedehnt, danach fing Sigung Al Dacascos mit der Demonstration einer Technik an. Thema des Seminars waren Shuaijiao-Techniken (Takedowns aus dem Kung Fu) mit anschließender Chin-Na Technik (Hebel im Kung Fu) am Fußgelenk. Erst sollte die Technik wie vom Sigung gezeigt geübt werden. Danach sollten im zweiten Schritt eigene Variationen dieser Technik entwickelt und sogar unter Gegenwehr des Partners durchgeführt werden. Abschließend brachte ein weiterer Gast aus den USA, Sifu Ron Lew, noch einige Entwaffnungstechniken mit philippinischen Rattanstöcken aus dem Doce Pares Eskrima Stil bei. Uns wurde berichtet, dass Sigung auf einem Seminar vor einigen Jahren auch Würfe aus der traditionellen hawaiianischen Kampfkunst Lua gezeigt hatte.

Einige Tage später organisierte Sifu Dasos Efstathiadis ein größeres Seminar in Wedel auch für die unteren Gurtklassen. Er war so freundlich, uns auch beim Seminar zusehen zulassen. Als erstes zeigte ein weiterer Gast aus den USA, Sifu Eric Lee, einige waffenlose Techniken zum runterführen des Gegners mit Einsatz von Akupunktur-Meridianpunkten. Er ging in diesem Zusammenhang auch darauf ein, wie aus einer defensiven Technik eine offensive werden kann. Danach zeigte Sifu Ron Lew weitere Entwaffnungen aus dem Doce Pares Eskrima Stil. Zum Ende des Seminars erläuterte auch Sigung Al Dacascos, wie wichtig es sei, seine Technik einer Vielzahl an Angriffen und Winkeln anpassen zu können. Er verglich auch die jeweilige Ausführung und Tagesform des Kämpfers mit der Jazzmusik. Die Melodie eines Jazzspielers sei einmalig und könne nicht exakt vom selben Musiker wiederholt werden, so sei es auch mit der Ausführung einer Technik in der Kampfkunst. Dieser Vergleich von Sigung überrascht nicht, da er selbst aus einer sehr musikalischen Familie stammt. Das Seminar fand in einer sehr angenehmen Atmosphäre statt und wurde immer wieder durch die Scherze von Sigung und den Sifus aufgelockert. Das Seminar war von Sifu Dasos Efstathiadis in eine großen Sporthalle verlegt worden. Alle Teilnehmer hatten genügend Platz zum üben. Selbst als die Stöcke bei der Entwaffnung durch die Luft flogen gab es keine Verletzten.

(sej)

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