JMH-Reporter trainieren unter dem strengen Blick des chinesischen Meisters die Anwendung des Yang Stil Taiji – Ein Erlebnisbericht


©JungeMedien Hamburg – Meister Yang ZhenHe (links) und Thomas Börnchen


Auch in diesem Jahr war Meister Yang ZhenHe in Hamburg. Reporter von JungeMedien Hamburg wurden zu einem Teil der Seminarreihe eingeladen und durften teilnehmend beobachten. Das Tui Shou Seminar fand in einer überschaubaren Gruppe im Juka Dojo statt. Der Meister erzählte zuerst etwas über die Prinzipien des Tui Shou und wie sich in den Übungen das Ying und Yang Prinzip manifestiere. Dies machte er an einer Demonstration in der Partnerübung deutlich. Diese Partnerübungen wurden dann in der Gruppe geübt, während Meister Yang ZhenHe und Sifu Thomas Börnchen auf jedes Paar noch einmal individuell eingingen und Details korrigierten.

Die Übungen wurden langsam komplexer gestaltet und Meister Yang ZhenHe brachte immer wieder Elemente aus den weiteren Seminaren mit ein. So bekam man einen leichten Einblick, wie die Bewegungen aus der Taiji Yang Stil Form in der Anwendung ausgeführt werden und welche Bedeutung die 13 Grundbewegungen (chinesisch: Taiji Shisan Shi) haben.

Meister Yang ZhenHe hat eine für westliche Verhältnisse sehr strenge Lehrmethode. Beim der Partnerübung mit dem Meister schossen den JMH-Reportern schon nervöse Schweißperlen auf die Stirn. Danach wusste man jedoch genau, an welchen Details man noch arbeiten muss. Für Meister Yang ZhenHe ist Taiji auch Kung Fu (harte Arbeit) und keine Entspannung. Er sagt, lieber weist er einen Schüler auf einen Fehler zehnmal hin, wenn der Schüler einen Fehler zehn mal macht. Im Gegensatz zu anderen Lehrern, die oft schon nach dem dritten Mal aufgeben und dem Schüler sagen, es wäre schon alles gut so.
Perfektion in der Ausführung ist ihm sehr wichtig. Seiner Meinung nach, sei es zwecklos eine Übung über lange Zeit inkorrekt auszuführen, denn die gewünschten Resultate würden ausbleiben, ganz gleich, wie lange man die Bewegung falsch ausführen würde.

In der Partnerübung sollte allerdings der fortgeschrittene, stärkere oder schnellere Schüler den Unterlegenen nicht dominieren. Es sei viel entscheidender in der Übung, sich dem Partner anzupassen und mit ihm eine Einheit zu ergeben. So sollten sich bei korrekter Ausführung dann nicht mehr zwei Personen, sondern zwei Personen wie eine bewegen.

Den JMH-Reportern war es eine große Ehre mit dem Patriarchen der 5. Generation des Yang Stils, Meister Yang ZhenHe, trainiert zu haben. Wir freuen uns auch, in Zukunft über die geplante Reise einer Gruppe von Sifu Thomas Börnchen mit Schülern bei Meister Yang ZhenHe in China zu berichten.
(sej)

weitere Informationen: www.taijihomepage.de

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