Barack Obama: Wie ein US-Präsident gemacht wird – Interview mit Gerhard Wisnewski


©jungeMedien-Hamburg.de – Barack Hussein Obama: Wer zieht die Strippen?

Am Dienstag, den 20.01.2009, wird Barack Hussein Obama sein neues Amt als Präsident der USA antreten. Ein Afroamerikaner regiert dann mit samt seinem Beraterstab die Supermacht USA. Obama wäre somit offiziell der mächtigste Mann der Welt. Wer hinter Obama, dem idealisierten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, die Fäden zieht, wer ihn ins Amt gebracht und finanziert hat, darüber wird in Deutschland bisher weitestgehend nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen.

Der amerikanische Bestseller-Autor und Geheimdienstkenner Webster Griffin Tarpley zeigt in seinem Buch „Barack Obama – Wie ein US-Präsident gemacht wird“ schonungslos die Strippenzieher hinter dem neuen US-Präsidenten. Der Journalist und Buchautor Gerhard Wisnewski hat die Rechte des im Kopp-Verlag erschienenen Buches in Deutschland vertrieben und das Buch redaktionell an deutsche Verhältnisse angepasst.

Herr Wisnewski, der designierte US-Präsident Barack Hussein Obama ist von der Welt – speziell in Deutschland – mit großem Rummel und Medienhype gefeiert worden. Kritische Stimmen hörte man bisher nur wenige. Woran liegt das?

Das liegt an einer künstlichen und globalen Medienoperation zur Bejubelung des neuen amerikanischen Präsidenten. Im Stile der ebenfalls von den USA gesteuerten „bunten Revolutionen“ an der Peripherie Russlands wurde eine Massenbewegung zur Propagierung Obamas installiert.

Im Interview mit Ralf Wurzbacher von der „Junge Welt“ sprechen Sie von einer „künstlich geschaffenen Popularität“ Obamas. Was genau meinen Sie damit?

Nun, zum Beispiel konnte man beobachten, wie die Figur Obamas bereits seit etwa einem Jahr auf dem Buchmarkt von einer ganzen Leibgarde positiver Buchtitel umstellt worden war: Obama – ein amerikanischer Traum; Barack Obama – Amerikas neuen Hoffnung; Ein amerikanischer Traum – Die Geschichte meiner Familie; Barack Obama – Der schwarze Kennedy und so weiter. Wo man auch hingriff, nur Positives über Obama. Und so lief das natürlich nicht nur auf dem Buchmarkt, sondern auch bei allen anderen Medien ab.

Sie halten diese künstlich geschaffene Popularität Obamas für gefährlich. Wieso?

Weil man hier nicht mehr von Popularität sprechen kann, sondern von Massenhysterie sprechen muss. Und die war bekanntlich schon immer gefährlich. Das ist Punkt 1. Punkt 2 ist die politische Monokultur, die hier geschaffen wird. Für demokratische Systeme ist es einfach ungesund, unhinterfragt an einen politischen Führer zu glauben.

In dem Buch des Autors Webster Griffin Tarpley, „Barack Obama – Wie ein US-Präsident gemacht wird“, werden auch die sogenannten »lost years« in der Biographie Obamas erwähnt.

Richtig, denn über das angebliche Studium Obamas an der Columbia Universität gibt es nur wenig Material – keine Fotos, kaum Kommilitonen, die sich an ihn erinnern. Alle fragen sich: Wo war Obama? Kaum jemand scheint ihn dort gesehen oder wahrgenommen zu haben. Auch er selbst äußert sich nur äußerst vage über die „Columbia years“ von 1981 bis 1983. Er lehnte es ab, über seine Jahre dort zu sprechen oder seine Unterlagen der Columbia Universität freizugeben. Dennoch liegt eine Abschlussarbeit Obamas an der Columbia Universität vor.

Tarpley erwähnt in seinem Buch auch Zusammenhänge zwischen den „bunten Revolutionen“ an der russischen Peripherie und der „farbigen Revolution“ in Amerika…

Aus Tarpleys Sicht ist Obamas außenpolitischer Berater Zbigniew Brzezinski einer der Drahtzieher der vielen russenfeindlichen „bunten Revolutionen“ an der Peripherie Russlands. Und das besondere an Obama sei nun, dass man für ihn eine „bunte Revolution“ in den USA organisiert habe – einen „Volksputsch“, wie das Tarpley nennt. Eine wichtige Rolle dabei hätten Mitglieder der Familie Brzezinski in den Medien gespielt – die Tochter Mika Brzezinski beispielsweise sitzt bei MSNBC.

Für die bunten Revolutionen an der russischen Peripherie macht er allerdings amerikanische und britische Nachrichtendienste verantwortlich. Wer steckt nun nach Tarpley hinter der „farbigen“ Revolution in Amerika? Der MI6?

Amerikanische und britische Nachrichtendienste sind in Wirklichkeit nur schwer zu trennen. Bei diesen Nachrichtendiensten handelt es sich um globale Machtzentren oder ein globales Machtzentrum, zu dem Brzezinski über enge Verbindungen verfügt. Das könnte der Transmissionsriemen sowohl für die bunten Revolutionen in der Nachbarschaft Russlands als auch daheim in den USA gewesen sein. Als Nationaler Sicherheitsberater von Präsident Carter gehörte Brzezinski zur obersten Ebene des Geheimdienst-Establishments und ist diesen Diensten bis heute sehr wahrscheinlich eng verbunden.

Wer genau ist Zbigniew Brzezinski?

Zbigniew Brzezinski ist ein Politikwissenschaftler und Politiker, der seit Jahrzehnten eine führende Rolle in der US-Außenpolitik spielt. Unter anderem gilt er als der führende Stratege hinter dem Niedergang der Sowjetunion, indem er die Sowjets ab 1979 in den Feldzug in Afghanistan lockte – der ihnen letztlich zum Verhängnis wurde. Der vergebliche Kampf gegen die Mudschaheddin führte zur Destabilisierung der Moskauer Regierung. Diese Mudschaheddin, also radikale Islamisten, wurden von Brzezinski gesteuert und angeleitet. Vielen gilt daher Brzezinski als einer der Väter des radikalen und militanten Islamismus, gegen den die westliche Welt heute zu kämpfen vorgibt.

In den deutschen Medien wird immer noch gerne der Eindruck erweckt, Obamas Rekord-Wahlspenden wären überwiegend von der einfachen Bevölkerung gekommen. Sind wir da noch zu blauäugig?

Allerdings. Denn die größten Spender von Obama kamen ausgerechnet aus der Finanzindustrie, die übrigens eng mit den US-Geheimdiensten verknüpft ist. Bis August 2008 war Obamas großzügigster Finanzier die Investmentbank Goldman Sachs. Dahinter rangierten JPMorgan Chase Citigroup, UBS, Google und auch Microsoft.

Interview: JMH-Reporter Schulz

Cypress HillPuppet Master (1997)


weitere Informationen:

Website von Gerhard Wisnewski: www.wisnewski.de

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7 Antworten zu Barack Obama: Wie ein US-Präsident gemacht wird – Interview mit Gerhard Wisnewski

  1. Manfred sagt:

    Obama ist auch nur eine Marionette im großen Weltschach!
    Hier: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/USA/nach-bush.html

  2. […] Barack Obama: Wie ein US-Prsident gemacht wird – Interview mit Gerhard Wisnewski quelle: Barack Obama: Wie ein US-Prsident gemacht wird – Interview mit Gerhard Wisnewski Junge Medien Hamburg e.V. Zitat: […]

  3. […] Nun ist also der erste Amerikaner mit Wurzeln in Afrika Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Millionen Menschen sollen extra nach Washington gekommen sein, um das mitzuerleben. Auf jeden Fall haben hunderte von Millionen oder gar über eine Milliarde Menschen der Amtseinführung von Barack Hussein Obama zugesehen. Welch ein Kontrast zu der letzten Amtseinführung von George Bush.Die Realität ist, daß nun unglaubliche Hoffnungen und Erwartungen vom amerikanischen Volk auf seinen Schultern lasten. Und er wird diese nicht erfüllen können, denn er ist zum Scheitern verurteilt. Wohl kaum ein Präsident mußte unter so ungünstigen Bedingungen sein Amt antreten, wie jetzt Barack Obama. Warum auch sollte Obama alle Hoffnungen seines Volkes erfüllen können? Das Finanzsystem steht vor dem Kollaps und es ist ja auch so gewollt. Wer sich dazu ein paar Gedanken macht oder ein bißchen recherchiert, wird bald feststellen, daß das Zinssystem in seiner derzeitigen Form das Problem ist. Sehen wir uns dabei die Notenbank an, die Federal Reserve in den USA, dann stellen wir vielleicht mit Erstaunen fest, daß diese eine Privatbank ist! Wie bitte? Ja, so ist es, der Staat ist nicht Eigentümer der Notenbank. Alleine das ist schon so abartig, daß einem die Haare zu Berge stehen könnten. Warum muß ein Staat überhaupt Schulden machen und bei wem? Ein souveräner Staat muß keine Schulden machen, denn er kann Geld drucken. Auch die unbeliebten Steuern, wie Mehrwertsteuer, Einkommensteuer, Mineralölsteuer muß kein Staat eintreiben, da man beispielsweise das benötigte Geld für den Haushalt einfach druckt. Das ist noch ein weites Feld, soll jetzt hier aber nicht weiter erörtert werden. Also selbst dann, wenn Obama insgeheim nicht mit dem System einverstanden wäre, hätte er kaum eine Chance, etwas zu ändern. Wer den großen Machtinteressen im Weg steht, wird beseitigt, siehe John Fitzgerald Kennedy (JFK) oder auch aktuell Jörg Haider, der ja eigentlich nur ein kleineres Licht war. Was die Welt wirklich erwartet, kann man sehen, wenn man sich ansieht, welche Leute Obama verpflichtet hat. Auf der Seite von Radio Utopie kann man lesen: “Für die Welt ist es egal, welcher Vertreter des Systems, im Sinne des Systems entscheidet und das System so nicht nur unterstützt, sondern dauerhaft erhält und ausbaut.” und es wird ein Banner gezeigt: Barack O’Cain (because they’re all the same!) mit einem Kreuz daneben. Dennoch, der Mut eines JFK wäre wünschenswert.Aber, wie man so schön sagt: Die Hoffnung stirbt zuletzt. […]

  4. […] & Interview: JMH-Reporter Schulz – jungemedien-hamburg Posted under Politik von admin on Mittwoch 21 Januar 2009 at […]

  5. […] Barack Obama: Wie ein US-Präsident gemacht wird – Interview mit Gerhard Wisnewski Am Dienstag, den 20.01.2009, wird Barack Hussein Obama sein neues Amt als Präsident der USA antreten. Ein Afroamerikaner regiert dann mit samt seinem Beraterstab die Supermacht USA. Obama wäre somit offiziell der mächtigste Mann der Welt. Wer hinter Obama, dem idealisierten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, die Fäden zieht, wer ihn ins Amt gebracht und finanziert hat, darüber wird in Deutschland bisher weitestgehend nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen. (Quelle: jungemedienhamburg, weiterlesen) […]

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