Eiskalte KO´s und Glühwein – Silvester Fight Night 2007


©JungeMedien Hamburg/M.Schulz

In Ahnlehnung an die Silvesterveranstaltungen des K-1 in Japan hatte der Head Coach, Dany Knoch, von Feuer Sports eine Silvester Fight Night nach K-1 Regeln organisiert. Die Veranstaltung bot harte Vollkontakt-Kämpfe mit eiskalten KO’s im VIP- Zelt. Am Tag vor der „Fight-Night“ stellten sich die internationalen Kämpfer der Presse bei der Wiegezeremonie im 4-Sterne-Hotel Gastwerk.

Das Hotel bot mit seiner stilvoll dekorierten Lounge eine angenehme Atmosphäre für die Kämpfer, um sich kennenzulernen und auszutauschen. Lachend und guter Dinge wollte man das Wiegen schnell hinter sich bringen. Wenn man auf die Weihnachtsgans schon verzichten musste, so schmeckte das gesunde und reichhaltige Buffet im Hotel Gastwerk nach dem Wiegen umso besser.

Harte Kämpfe und keine Geschenke
Anders als vorher spekuliert wurde, fanden die Kämpfe der Silvester Fight Night nicht in einem leeren Becken des Arriba statt. Was wohl an manchen
Kampfsportfilm ( Van Damme, Leon ) erinnert hätte.
Statt dessen waren die Kämpfe bei kühlen Außentemperaturen im etwas wärmeren VIP- Zelt. Nach einigen Wodka-Red Bull lief der Motor warm. JMH-Reporter bekamen außerdem exklusiven Einblick in die Dekolletees anwesender Damen, die sich aufgrund der frischen Temperaturen im VIP-Zelt – zum Leid der männlichen Gäste – danach wieder brav zuschnürten.
Die Temperaturen gaben den litauischen Kämpfern einen klaren Vorteil. Weil sie die Kälte aus dem viel kühlerem Winter ihrer Heimat Litauen gewohnt sind, konnten sie gleich hart loslegen. Die Hamburger Kämpfer vom „Feuer Sports“ brauchten vereinzelt erst eine Runde zum feurig werden – vor allem an den Litauern hatte man zu knabbern. So konnte auch Florian Ogunade, der für seine gute Beinarbeit bekannt ist, in den letzten beiden Runden seinen Gegner mit Frontkicks und Fegern von den Beinen holen, nachdem er vorher zweimal angezählt werden musste.

Trotz Erkältung – Mutig und entschlossen in den Ring gestiegen
Der Veranstalter Darnell „Dany“ Knoch hatte es nicht einfach mit seiner Silvester Fight Night. Schon im Vorfeld fielen einige Kämpfe wegen Magen und Darm Grippe aus; darunter auch der angekündigte Hauptkampf.
Alle Kämpfe waren hart und teilweise dadurch auch recht kurz. Die Frauen haben sich mal wieder nichts geschenkt. Jessica Galvan Toledo (Feuersports) ging trotz Erkältung in den Ring und musste harte Treffer einstecken. Es gab keine Showkämpfe. Alle Gegner waren gute und starke Kämpfer/innen. Dany Knoch hatte seinem Team vom Feuer Sports zum Anfang des Jahres eine schwere Herausforderung gestellt.
Das hier kein „Fallobst“ aufmarschiert, machte allerdings schon Florian Ogunade in der Pressekonferenz deutlich : „Silvester kämpfen…Das werde ich auch wahrscheinlich kein zweites Mal machen. (…) Keiner von uns bekommt da irgend einen schwachen Gegner. Das sind alles Top-Kämpfer hier. (…) In erster Linie wünsche ich allen viel Erfolg – und mir natürlich auch.“


Der Sport ist immer noch unterbewertet
Das der Vollkontakt-Sport, vor allem im Bereich Thai- und Kickboxen maßlos unterbewertet ist, dürfte keine Neuigkeit sein. Prominentestes Beispiel von einem Wechsel aus dem Kickboxen zum Profiboxen ist Vitali Klitschko, der vor seiner Boxkarriere beim Universum-Boxstall erfolgreicher Kickboxer war.

Das Niveau der Kämpfer im K-1 und Thaibox Bereich in Europa ist schon recht gut. Leider gibt es zu viele Verbände die Titel verteilen, so dass die Leistung der Athleten nicht angemessen entlohnt wird. Hoffentlich wird sich in Zukunft ein dominierender Verband herauskristallisieren, der den Kämpfern die Möglichkeit bieten kann, auf größeren Veranstaltungen zu kämpfen. Damit würden sie das Publikum und den Ruhm erhalten, der ihnen zusteht, ohne unbedingt – wie Vitali Klitschko – zum profitablerem Boxen wechseln zu müssen.

Nähere Informationen zu den einzelnen Kämpfen finden Sie auf
Ground & Pound, dem führenden Kampfsport Portal Deutschlands.

(sej) / (msc)

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