Gemüse ist doch gesund, oder?


©JungeMedien Hamburg, M. Schulz

Essen ist eines unserer Grundbedürfnisse. Jede Kultur hat ihre eigenen kulinarischen Spezialitäten. Einige Gerichte und Nahrungsmittel schmecken sehr gut, machen aber dick. Da man heutzutage im Westen einen jungendhaften Körperkult pflegt, ist man auch bei der Ernährung mehr auf eine schlanke Taille bedacht.

Wer als erfolgsorientierte Person nicht schlank und sexy aussieht, so suggeriert uns die Werbung, sollte schnellstmöglich eine Diät machen. Der Rückfall zu denn alten Essgewohnheiten nach der Diät bringt einen meist leider genauso schnell wieder auf das alte Gewicht zurück. Sollte man sich dann vielleicht doch lieber etwas mehr sportlich betätigen und seinen Ernährungsplan umstellen? Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Systemen die einem eine gesunde und leichte Ernährung lehren wollen. Wie überall in der Konsumwelt gibt es auch hier Trends und Moden. Neben „Friss die Hälfte“ Methoden, gewinnt der Vegetarismus zunehmend an Attraktivität.

Nach Würmern und Schwermetallen im Fisch, BSE und dem letztem Gammelfleischskandal flüchtet sich der Verbraucher auf die scheinbar sichere Seite des Gemüses. Ist aber unseres Gemüse noch das, was es mal war? Die Antwort ist wenig überraschend: Nein, denn man hat es mittlerweile genetisch verändert. Im Sinne des Fortschritts sollte das Gemüse auch größer, sprich ertragreicher, und stärker, sprich resistenter gegen Schädlinge werden.

Monsanto – Pflanzenschutzmittel, Superunkraut und genverändertes Saatgut
Ein Unternehmen das sich dies zum Ziel gesetzt hat heißt Monsanto:

„Monsanto ist ein börsennotierter Hersteller von Pflanzenschutzmitteln und genverändertem Saatgut mit Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri“ (wikpedia)

„Die Kernkompetenzen des Unternehmens liegen dabei im Bereich der Kulturpflanzen Mais, Sojabohne, Raps und Baumwolle.“ (www.monsanto.de)

„Monsanto bietet sogenanntes Hybrid-Saatgut an, das nach der Ernte nicht erneut zur Aussaat verwendet werden kann. Dieses Saatgut ermöglicht höhere Ernteerträge, soll Monsanto aber auch jährliche Nachkäufe sichern. Diese Praxis ist insbesondere in der Dritten Welt sehr umstritten.“
( http://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto)


www.Greenpeace.de / www.vision-unlimited.de

Laut Monsanto lag der Umsatz im Jahr 2005 bei 6,3 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen preist explizit die besondere umweltverträglichweit seiner Produkte an. Da die Pflanzen resistenter sind, sollen sie weniger Schädlingsbekämpfungsmittel benötigen. (http://www.monsanto.de/Monsanto/uebermonsanto.php) Kritiker bezweifeln dies. Zwar sollte in Argentinien beim Anbau von Monsanto Saatgut erst weniger Schädlingsbekämpfungsmittel nötig gewesen sein. Nach einigen Ernten taucht dort allerdings das sogenannte „Superunktraut“ auf, welches wieder einen vermehrten Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmittel erforderte.

Der Doppelverdiener
Es wäre auch verwunderlich wenn ein Unternehmen ein Produkt auf den Markt bringt, welches einen anderen seiner Produktionszweige in den Ruin führen würde. Viel profitabler ist es doch, wenn das Unternehmen doppelt am genverändertem Saatgut und Pflanzenschutzmitteln verdient.

„Die Bohnen, die Monsanto anbietet, wachsen in den Vereinigten Staaten und sind gegen das hauseigene Herbizid Round-up resistent. Round-up ist ein passender Name. Normalerweise tötet das Mittel alles, was grünt. Durch die Resistenz kann der Farmer es nun aber ohne Probleme auf Sojafelder spritzen, denn nur das Unkraut stirbt ab. Der Vorteil für die Bauern: Round-up ist billiger als andere Mittel. Der Vorteil für Monsanto: Das Unternehmen kann den Farmern künftig sein Pflanzenschutzmittel und das zugehörige Saatgut im Doppelpack anbieten. Damit steigt der eigene Herbizidabsatz.“(quelle: http://zeus.zeit.de)


www.Greenpeace.de

Tonnenweise Gensoja und Genreis am Hamburger Hafen
Dem Leser mag Argentinien jetzt sehr weit weg erscheinen. Der globale Markt bringt aber auch ihm dieses Soja auf den Tisch. Wird im Hamburger Hafen vielleicht genmanipuliertes Soja mit anderem Soja in den Speichern gemischt, ohne dass es speziell gekennzeichnet würde? Wir wissen es nicht…allerdings:
ÖKO-TEST fand in Nuß-Nougat-Cremes gentechnisch verändertes Soja und Greenpeace fand in Hamburger Aldimärkten genveränderten Reis.
Aldi zieht verdächtigen Genreis zurück ( focus )

In Deutschland soll laut Susanne Aman von Spiegel online , der Verdacht nahe liegen, dass durch Lobbying und Druck der US-Botschaft der Monsanto Genmais MON 810 verzögert vom Markt genommen wurde, trotz der Warnung vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Darauf wollte Monsanto die Zulassung in Deutschland einklagen. Einige mögen jetzt denken: “Ich esse keinen Mais, kein Reis und kein Soja. Was geht mich das an?“ Nun, dann sollten sich diese Personen mal vom Verbraucherschutz die Broschüren zu den jeweiligen E- Nummern besorgen.

Verbraucherschutz-Broschüre: Was bedeuten die E-Nummern?
Dort findet man dann genmanipulierten Mais und Soja in Produkten wieder, wo man es nicht erwartet hätte. Die Gesundheitsrisiken lauten meist: „krebserregend“.
Inhalte der Broschüre
Broschüre vom Verbraucherschutz.
Wenn man Gemüse oder Obst essen will, sollte man wohl eher Bioprodukte kaufen. Was aber ist Bio? Und ist Bio gleich Bio? Dies ist die nächste gute Frage.

(sej)

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