Von Hamburg nach Mekka

 


©JungeMedien Hamburg, M. Schulz
 

Seit Anfang des Jahres ist Hamburg wieder um eine Attraktion reicher. Der Künstler Gregor Schneider stellt seinen umstritten schwarzen Kubus „Cube Hamburg“ aus.

Nachdem das Kunstwerk, ursprünglich 2005 für die Biennale in Venedig geplant, in Venedig und Berlin abgelehnt wurde und für einige Schlagzeilen gesorgt hatte, hat sich die Hamburger Kunsthalle entschlossen den Kubus in seine Ausstellung „Das Schwarze Quadrat – Malewitsch und die Folgen bis heute“ zu integrieren.

Da das Bauwerk optisch stark an das zentrale Heiligtum des Islams, der
Kaaba in Mekka erinnert, hatte es anfangs für Kontroverse gesorgt.
Kunsthallen-Direktor Hubertus Gaßner sieht das Kunstwerk vielmehr als
Dialog der Kulturen: „Das Kunstwerk soll keine Provokation sein,
sondern das Gegenteil: ein temporäres Mahnmal der Toleranz“, meint er.
Quelle: www1.ndr.de

Von der Kaaba inspiriert
In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt vom 14. Februar 2007
erläutert er allerdings:
„SCHNEIDER: Ich spreche ganz offen aus, dass diese Skulptur von der
Kaaba inspiriert ist. Sie ist eines der schönsten, faszinierendsten und
geheimnisvollsten Bauwerke der Menschheit. Besonders fasziniert mich die
Tatsache, dass sie ein unfassbarer, unbekannter Raum ist.“
Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2007/02/14/688461.html


©JungeMedien Hamburg, M. Schulz
Raum und Wirkung
Die Inspiration zu dem Kunstwerk gab angeblich der intensive Austausch mit einem Moslem in Rheydt über die Wirkung von
Räumen. Dieser wies ihn darauf hin, sich zum Verständnis von
Räumen mit der Kaaba in Mekka auseinanderzusetzen. Dort erkannte Gregor Schneider dann Zusammenhänge über die
Beschaffenheit und Wirkung von Räumen, die ihm vorher nicht bekannt waren.

Interessant und Kontrovers
Insgesamt darf man feststellen, dass Gregor Schneider mit seinem „Schwarzen Kasten“ oder „Cube Hamburg“ ein ansehnliches, interessantes und kontroverses Kunstwerk gelungen ist. Das Kunstwerk soll noch bis Juni 2007 in Hamburg zu sehen sein. Parallel zum „Cube Hamburg“, gibt es von dem Installationskünstler Gregor Schneider eine weitere Ausstellung in
Düsseldorf zu bewundern, die Isolationszellen in Guantanamo zum Thema
hat: Weiße Folter

(msc)

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