EZB pleite? Jetzt wird die Kohle langsam knapp!

Das ist ja eine schöne Bescherung zum Heiligabend: Der Europäischen Zentralbank geht jetzt die Heiz-Kohle aus, um die europäischen Pleitestaaten im zweiten Rekordwinter bei Laune zu halten. Doch zum Glück gibt’s ja noch die fette Weihnachtsgans Deutschland, die zu Weihnachten goldene Eier legt und mit einigen Milliärdchen aushelfen kann, um Bad-Bank EZB vor dem Untergang zu retten.
Der Starke ist am mächtigsten allein (Schiller, “Willhelm Tell” 1804). Frei nach diesem Gebot steht Germania als letzter Fahnenträger vor der Götzendämmerung Europas. Europas Götzenanbeter, die Euro-Befürworter, haben sich als falsche Propheten erwiesen. Droht die Währungsunion nun auseinanderzubrechen?
Ist der Frieden in Europa bedroht, wenn einzelne EU-Staaten zusammenbrechen? Droht womöglich ein neuer Krieg in einem instabilen Europa? Spukgespenster, die in den Köpfen einiger Geostrategen bereits herumgeistern. “Um den Euro zu retten, muss in den PIGS-Ländern der Lebensstandard stärker fallen als in Groß-britannien während des Zweiten Weltkriegs.” Centre for Economics and Business Research (CEBR)
Das heißt: Durch Sparen alleine sind die Schulden der EU-Pleitestaaten nicht mehr in den Griff zu bekommen.

Europa: Die Zwölf als Symbol der Vollkomenheit

Die Idee vom starken Europa
Dabei war die Grundidee vom vereinten Europa mit einer gemeinsamen Währung eine wundervolle. Doch es hätten zuerst nur die starken Zwölf in edler Runde sein dürfen: Die zwölf stärksten Staaten Europas. Vergessen hat man dabei den Neid der Besitzlosen, die Undurchführbarkeit einer Turboerweiterung der EU-Währungszone und vor allem den Weltmachtsanspruch der Amerikaner. Amerika ist aus den europäischen Trümmern des Zweiten Weltkriegs zur Weltmacht aufgestiegen und es denkt nicht im Traum daran, in den Trümmern der Weltfinanzkrise als Einziger unterzugehen, denn “The Americans don’t like to suck”.

Ist der Euro also noch zu retten? Fakt ist, die Europäische Zentralbank kommt langsam in Erklärungsnot und selbst in immer stärkere Bedrängnis: Der EU-Rettungsschirm (ca. 750 Milliarden Euro) muss aufgestockt werden, die EZB pumpt Milliarden Euro in faule Staatsanleihen von EU-Pleitestaaten, die EZB will ihr Grundkapital erhöhen und dafür angebl. europäische Nationalbanken anzapfen. Davon redet zwar keiner, aber: Die Kosten für die EU-Bürger sind überhaupt nicht absehbar. Zwar wird die EZB nicht so schnell pleite gehen, weil sie noch durch die EU-Staaten ausreichend gedeckt wird (und notfalls Geld drucken kann; Vorsicht Inflation!), aber ernsthafte Fragen stehen im Raum: Ist dies etwa schon der letzte Akt des Euro in Europa? Die nächste Frage, die sich stellt: Wie lange kann Deutschland noch goldene Eier für den Erhalt des Euro legen? Deutschland trägt mit 19 Prozent den größten Kapitalanteil bei der Europäischen Zentralbank…

(asd/msc)

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